„Die Kulisse hat schon gefehlt“

Ötigheim (sb) – Coronabedingt fand am Samstag ein Boxabend gänzlich ohne Zuschauer in einem Ötigheimer Autohaus statt. Für die Fans wurden die fünf Kämpfe via Live-Stream auf Facebook übertragen.

Boxen in der Werkstatt: Ohne Zuschauer müssen die Kämpfer am Samstagabend in Ötigheim auskommen. Foto: Stephan Friedrich

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Boxen in der Werkstatt: Ohne Zuschauer müssen die Kämpfer am Samstagabend in Ötigheim auskommen. Foto: Stephan Friedrich

Von Stephan Friedrich

Krasser hätte der Unterschied kaum sein können. Beim letzten Kampf des Durmersheimer Profiboxers Kamer Maloku in der Region feierten ihn kurz vor Weihnachten 2019 mehr als 700 begeisterte Zuschauer in der Plittersdorfer Altrheinhalle. Am Samstagabend boxte Maloku wieder in der Region: In der Werkstatt eines Ötigheimer Autohauses – jedoch gänzlich ohne Zuschauer. Dabei zeigte sich Veranstalter Simon Müller bei „The One III“ froh, während der Corona-Pandemie überhaupt einen Boxabend organisieren zu können. Möglich wurde dies durch ein strenges Hygienekonzept, das von der Gemeinde Ötigheim vorab freigegeben worden war. Diesem zufolge mussten alle Anwesenden bis auf die im Ring Kämpfenden einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zudem wurden die Sportler und ihre Trainer vorab mit einem PCR-Test überprüft. Helfer des Organisationskomitees, Ringrichter und Pressevertreter mussten beim Einlass einen Schnelltest ablegen. „Alles in Ordnung“, war dann auch das Fazit einer Polizeistreife, die um kurz nach 18 Uhr die Veranstaltung überprüfte. Statt den geplanten sieben Kämpfen fanden am Samstag jedoch nur fünf statt. „Wegen fehlender Unterlagen konnten nicht alle Kämpfer anreisen“, berichtet Müller, der vor einigen Monaten in Belgien selbst bei einem Kampfabend unter Corona-Bedingungen im Ring stand. Ihm erging es dabei ebenso wie Bashir Idiev, der seinen Kampf im Weltergewicht in der zweiten Runde souverän gegen Gyala Rozsas gewann: „Ich bin froh, nach über 500 Tagen Pause endlich mal wieder in den Ring steigen zu können“, sagt Idiev. Anders als sonst sei es gewesen, fügt er hinzu, denn als Tempoboxer lebe er von den Emotionen des Publikums.

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Erstellt:
26. April 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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