Der zweite Kandidat in Durmersheim: Klaus Eckert

Durmersheim (stem) – In Durmersheim wirft ein zweiter Kandidat für die Bürgermeisterwahl seinen Hut in den Ring: Klaus Eckert.

Das Durmersheimer Rathaus im Blick: Klaus Eckert bewirbt sich als zweiter Kandidat um das Bürgermeisteramt in der Hardtgemeinde. Foto: privat

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Das Durmersheimer Rathaus im Blick: Klaus Eckert bewirbt sich als zweiter Kandidat um das Bürgermeisteramt in der Hardtgemeinde. Foto: privat

Von Stefan Maue

Sein erster Weg nach Durmersheim führte ihn ins Heimatmuseum. „Ich bin Historiker und es war spannend zu sehen, was dort über den Ort zu erfahren ist“, sagt Klaus Eckert. Er ist nach Christopher Rubertino der zweite Kandidat, der sich um das Amt des Bürgermeisters in Durmersheim bewirbt.

Eckert stammt aus Bühl und ist Regierungsdirektor im baden-württembergischen Umweltministerium. Elf Jahre lang übte er im Landtag, im Staatsministerium und Umweltministerium verschiedene Tätigkeiten aus. Unter anderem war er auch Büroleiter des früheren SPD-Fraktionschefs im Landtag, Claus Schmiedel. Eckert ist SPD-Mitglied, tritt aber „unabhängig von Einzelinteressen“ an.

Nach seiner langen Verwaltungstätigkeit, in der er, wie er sagt, meist „die rechte Hand“ von Führungsleuten gewesen sei, lockt ihn nun der Reiz, „etwas selbst zu gestalten.“ Und er ist überzeugt: „Mit 44 Jahren ist das der richtige Zeitpunkt.“ Dabei räumt Eckert ein, dass er bereits vor 16 Jahren nach der Ära von Rüdiger Schäfer mit dem Gedanken gespielt habe, in Durmersheim zu kandidieren. Damals habe aber noch die entsprechende Berufserfahrung gefehlt und auch seine damalige Freundin sei von der Idee nicht allzu angetan gewesen.

„Den ganzen Ort im Blick“

„Den ganzen Ort im Blick“ lautet Eckerts Wahlkampfmotto und er ist überzeugt, dass sich in der Gemeinde noch einiges bewegen lässt. „Durmersheim verkörpert aus meiner Sicht im besten Sinne Heimatverbundenheit und Weltoffenheit, gepaart mit badischer Lebensfreude“, sagt er.

Gleichwohl: Ein festes Programm hat er noch nicht. Mit Umfragekarten, die er in möglichst alle Haushalte schicken will, sollen die Bürger mitteilen, wo sie am meisten Handlungsbedarf in der Gemeinde sehen. Dennoch erkennt Eckert bereits jetzt in einigen Bereichen Verbesserungsbedarf. Beispielhaft nennt er etwa mehr Radwege im innerörtlichen Bereich, die Stärkung der Geschäftswelt im Ort, die Verbesserung der ÖPNV-Verbindungen in Würmersheim oder auch eine Belebung der öffentlichen Plätze in der Gemeinde. Zudem könnten die Chancen, die Durmersheim durch seine verkehrsgünstige Lage biete, auch für Gewerbeansiedlungen noch besser genutzt werden.

Fest vorgenommen hat sich Eckert, einmal pro Jahr einen Empfang für Neubürger anzubieten. „Er könnte kombiniert werden mit einem Markt der Möglichkeiten, bei dem sich alle interessierten Vereine vorstellen dürfen“, sagt Eckert, der sich zudem fest vorgenommen hat, die Präsenz der Gemeinde auf den sozialen Kanälen deutlich zu erweitern. „Die Kritik, die hier oft zu hören ist, muss man aushalten“, glaubt Eckert auch damit gut umgehen zu können.

Der Anwärter auf den Chefsessel im Rathaus sieht sich in jedem Fall als Teamplayer: „Ich will im Rathaus nicht den Chef heraushängen lassen und bin auch gerne bereit, mich von anderen Ideen überzeugen zu lassen.“ Eckert, der von der F- bis zur A-Jugend für den VfB Bühl Fußball spielte, geht in seiner Freizeit vor allem gerne auf Reisen: „Ich habe schon alle Erdteile besucht.“ Zudem ist er leidenschaftlicher Radfahrer und besitzt kein eigenes Auto. „Wenn ich in Durmersheim Bürgermeister werde, kann ich darauf aber nicht mehr verzichten“, ist er sich sicher.


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