Zehn Standorte öffnen für 21 Kinder

Gaggenau (red) – Seit Dienstag, 17. März, wird in Gaggenau eine Notfallbetreuung angeboten: für Krippen- und Kindergartenkinder sowie für schulpflichtige Kinder der Gaggenauer Grundschulen und den 5. und 6. Klassen, deren Eltern in systemrelevanten Berufsgruppen tätig sind.

Die gewohnte Umgebung könne den Kindern in der Notfallbetreuung Sicherheit vermitteln. Symbolfoto: Rehder/dpa

© dpa

Die gewohnte Umgebung könne den Kindern in der Notfallbetreuung Sicherheit vermitteln. Symbolfoto: Rehder/dpa

Aktuell werden 21 Kinder an insgesamt zehn Standorten betreut, berichtet das Rathaus. „Wir haben sehr viele Nachfragen von Eltern erhalten, doch wir mussten einen strengen Maßstab anlegen und dürfen nur Kinder mit einem Anspruch in die Notfallbetreuung aufnehmen“, so Liliana Erbesdobler, Leiterin der Abteilung für Schulen und Betreuung. Das Angebot für die Eltern aus systemrelevanten Berufen werde „bedarfsgerecht zugeschnitten“. So arbeiten Erzieher auch innerhalb von Früh- sowie Spätschichten. „Es gab sogar Überlegungen, auch nachts eine Betreuung anzubieten, doch bestand hier keine Nachfrage“, erklärt Erbesdobler.

Betreuungsstätten für Krippen- und Kindergartenkinder sind aktuell das Kinderhaus Murgwichtel, die Kindergärten St. Laurentius in Bad Rotenfels, St. Anna in Sulzbach, St. Antonios in Ottenau und St. Nikolaus in Selbach. Schulkinder werden in der Merkurschule, Hans-Thoma-Schule, Ebersteingrundschule Selbach, Bernsteinschule Sulzbach und der Eichelbergschule willkommen geheißen. Auch dort werde das Angebot bedarfsgerecht zugeschnitten.

Schulleiter bleibt zu üblichen Zeiten erreichbar

Auch wenn Schulen geschlossen haben, sind die Schulleiter sowie das jeweilige Sekretariat zu den üblichen Sprechzeiten erreichbar.
Betreut werden die Kinder in kleinen Gruppen von mindestens einem Erzieher oder Lehrer. In den Krippen und Kindergärten wird versucht, den Alltag aufrechtzuerhalten. Wie bisher wird gebastelt, gespielt und miteinander draußen im Hof getobt.

Für viele Kinder sei die aktuelle Situation schwer zu verstehen. Die gewohnte Umgebung mit bekannten Personen könne ihnen Sicherheit vermitteln. Wichtig sei dies auch bei Schulkindern, weshalb die Lehrer auch dort versuchten, es ihnen so angenehm wie möglich zu gestalten. Es werden gemeinsam Schulaufgaben gelöst, gespielt und sich auf dem Schulhof sportlich betätigt.

Die Mahlzeiten haben die Kinder selbst mitzubringen, manchmal wird gemeinsam gekocht. „Insgesamt ist die Atmosphäre derzeit in den Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen etwas familiärer als sonst“, verrät Erbesdobler.

Zum Artikel

Erstellt:
2. April 2020, 13:07 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.