Weitere Auftragsvergaben für Waldseebad

Gaggenau (uj) – Der Gaggenauer Gemeinderat unternimmt in seiner Sitzung am Montag einen erneuten Versuch, um diverse Arbeiten für den Neubau des Waldseebads zu vergeben. Bei der Zusammenkunft im Februar war das gescheitert.

Einer Großbaustelle gleicht momentan das Gaggenauer Waldseebad. Foto: Jahn

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Einer Großbaustelle gleicht momentan das Gaggenauer Waldseebad. Foto: Jahn

Von Ulrich Jahn

In einem Fall war nur ein „deutlich überhöhtes“ Angebot abgegeben worden, im anderen Fall hatte keine Firma Interesse bekundet. Zum einen handelt es sich um die Vergabe von Naturstein- und Bekiesungsarbeiten für den Aufbereitungsbereich und den Badebereich des Naturbads sowie für die Kleinkinderbereiche. Weiterhin beinhaltet die Ausschreibung die im Nichtschwimmerbereich des Naturbads vorgesehenen Wasserspiele (Geysir, Wasserspeier, Schwalldusche als Wasserfall). Nachdem bis zum Ablauf der Angebotsfrist am 17. Januar keine Angebote eingegangen waren, wurden im Rahmen eines sogenannten „Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb“ jetzt acht Firmen direkt zu einer Angebotsabgabe aufgefordert. Drei Angebote liegen vor, die derzeit geprüft werden. Sie werden samt Prüfung und Wertung des Ergebnisses dem Gemeinderat als Tischvorlage präsentiert.

Technische Einrichtungen für das Naturbad

Zweiter Punkt ist der zweite Versuch zur Vergabe der Arbeiten für die EMSR-Technik (Elektrische Mess-, Steuer- und Regelungstechnik) sowie für PE Druckleitungen für den Badteil mit biologischer Wasseraufbereitung. Im Wesentlichen handelt es sich um die Technik für das Naturbad einschließlich des Aufbereitungsbereichs. Dies sind die gesamte Umwälztechnik (unter anderem Pumpen) und die Installationsarbeiten für die Massagestation einschließlich der dazugehörigen Elektroinstallationsarbeiten.

Ausgeschrieben werden ferner die erforderlichen Umwälzleitungen, die in PE-Druckrohr ausgeführt werden sollen. Bis zum Ablauf der ersten Frist wurde lediglich ein Angebot eingereicht, dessen Summe etwa 54,5 Prozent über der kalkulierten Summe lag. Vor diesem Hintergrund wurde zunächst noch das weitere Vorgehen geprüft.

Nachdem die Prüfung laut Verwaltung ergeben hat, dass die Preise „in zahlreichen Positionen eindeutig überhöht sind und nicht der aktuellen Marktlage entsprechen“, hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 3. Februar beschlossen, die Ausschreibung aufzuheben und sie im offenen Verfahren zu wiederholen. Die Angebotsfrist für die neuerliche Ausschreibung endete am 21. Februar. Auch hier werde das Ergebnis der Prüfung und Wertung mit einem entsprechenden Vergabevorschlag als Tischvorlage in der Sitzung am kommenden Montag, 9. März, nachgereicht.

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Erstellt:
5. März 2020, 16:05 Uhr
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