Sprengungen „Am Kurpark“ beginnen

Gernsbach (red) – Die seit September vergangenen Jahres laufende Rettungstreppenhauserweiterung für den Tunnel in Gernsbach entlang der B 462: kommt voran. Am 6. April starten die erforderlichen Sprengungen „Am Kurpark“.

Die Tunnel-Baustelle am Eingang des Gernsbacher Kurparks hat ab Montag mehrere Sperrungen zur Folge. Foto: Mack

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Die Tunnel-Baustelle am Eingang des Gernsbacher Kurparks hat ab Montag mehrere Sperrungen zur Folge. Foto: Mack

Im Auftrag des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe werden seit September 2019 vier Rettungstreppenhäuser für den Tunnel Gernsbach im Zuge der B 462 hergestellt. Für das Rettungstreppenhaus „Am Kurpark“ finden nun ab Montag, 6. April, voraussichtlich einmal in der Woche Sprengungen statt.

Wie bei den Rettungstreppenhäusern „Am Bahnhof“ und „Am Blumenweg“ wird um den mit Sprengmatratzen gesicherten Schacht ein Sicherheitsbereich im Radius von 25 Meter eingerichtet, der nicht betreten werden darf, informiert das RP. Dafür werden die Landesstraße L 78 in beide Richtungen sowie der Gehweg im Bereich des Bahnübergangs komplett gesperrt. Ebenso werden die Kelterbergstraße, Hildastraße, Alte Weinstraße und die Scheuernerstraße komplett gesperrt. Aus Sicherheitsgründen wird während der Sprengung zusätzlich der Tunnel in beide Fahrtrichtungen für den Verkehr gesperrt.

Signale kündigen nächste Sprengung an

Die Sprengungen erfolgen in einer Zugpause der Albtal-Verkehrsgesellschaft zwischen 10 und 12 Uhr und dauern bis zu 30 Minuten. Bei den Sprengarbeiten werden bei jeder Sprengung entsprechende Signale gegeben. Diese werden mit einem Signalhorn oder einer Sirene erzeugt, kündigt das RP an. Das Signalhorn unterscheide sich im Ton von anderen Signalmitteln deutlich und werde nur zum Signalgeben beim Sprengen verwendet. Es gibt die folgenden Spreng-Signale, die im Einzelnen bedeuten:

Erstes Spreng-Signal: ein langer Ton = Sprengung steht unmittelbar bevor.

Zweites Spreng-Signal: zwei kurze Töne = es wird gezündet.

Drittes Spreng-Signal: drei kurze Töne = das Sprengen ist beendet.

Die gesamte Baumaßnahme beinhaltet die Rettungsstollen einschließlich Notausgänge am vorhandenen Straßentunnel und deren anschließende Rettungstreppenhäuser sowie die Erschließung der Treppenhäuser einschließlich der Einpassung in den Bestand des 1997 dem Verkehr übergebenen Straßentunnels. Zusätzlich werden entsprechende Flächen zum Aufstellen von Wartungs- und gegebenenfalls auch Rettungsfahrzeugen vorgesehen. Träger der Maßnahmen ist der Bund, die Gesamtkosten betragen rund 16 Millionen Euro. Weitere Infos dazu sind im Internet auf der Projektseite im Beteiligungsportal des RP Karlsruhe (Aktuelle Baumaßnahmen / B 462, Rettungstreppenhauserweiterung Tunnel Gernsbach) zu finden.

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Erstellt:
2. April 2020, 15:00 Uhr
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