Solaranlage auf Deponie in Oberweier?

Gaggenau (red) – Die stillgelegte Abfalldeponie in Oberweier soll auf ihre Eignung als Solarenergie-Standort überprüft werden. Dies fordert Kreisrat Andreas Merkel (CDU).

Die Energie der Sonne soll künftig auf dem Gelände der stillgelegten Deponie genutzt werden. Foto: Senger/Archiv

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Die Energie der Sonne soll künftig auf dem Gelände der stillgelegten Deponie genutzt werden. Foto: Senger/Archiv

Hintergrund seines Vorstoßes ist ein den kommunalen Landesverbänden vor wenigen Wochen vorgestelltes Projekt der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). Die in Karlsruhe angesiedelte Fachbehörde verfolgt damit das Ziel, den Ausbau von Freiflächen-PV-Anlagen auf ehemaligen Deponien voranzubringen und damit die Energiewende zu unterstützen.

Die LUBW will potenziell geeignete Deponiestandorte landesweit erfassen, nachdem der Energieatlas Baden-Württemberg diese speziellen Konversionsflächen nur bedingt abbildet. Mittels einer spezifischen Begehung und Auswertung soll dann die Eignung als Standort für eine Freiflächen-PV-Anlage beurteilt und klassifiziert werden. Einbezogen werden möglichst alle in der Stilllegungsphase befindlichen, endgültig stillgelegten und bereits aus der Nachsorgephase entlassenen Deponien im Land.

Nach Merkels Einschätzung ist es sachgerecht, auch den Deponiekörper in Oberweier in die Untersuchung aufzunehmen, nachdem dort schon seit Jahren kein Hausmüll mehr abgelagert wird und die Rekultivierung weitgehend vollzogen wurde. Beim zuständigen Abfallwirtschaftsbetrieb werde das Anliegen, die Deponie „Hintere Dollert“ in das LUBW-Vorhaben einzubeziehen, ebenfalls positiv bewertet.

Unterstützung
vom Landrat

Sowohl Landrat Toni Huber als auch der Erste Betriebsleiter des kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetriebs, Dr. Jörg Peter, haben im Rahmen der zurückliegenden Kreistagssitzung auf Nachfrage von Merkel zugesagt, sich gegenüber der LUBW für eine Projektaufnahme einzusetzen.

„Wenn es nach dem Ergebnis des LUBW-Screenings technisch möglich ist, sollte der Landkreis in einem engen Schulterschluss mit der Stadt Gaggenau und dem Ortschaftsrat Oberweier die Voraussetzungen dafür schaffen, um auf dem Deponiekörper in Oberweier eine entsprechende Anlage zur regenerativen Energieerzeugung installieren zu können“, so Andreas Merkel in seiner Pressemitteilung.

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Erstellt:
10. August 2020, 19:00 Uhr
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