Scharfe Kritik an Teststrecke

Berlin/Karlsruhe/Murgtal (red) – Der FDP- Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land) hält die eWayBW-Teststrecke zwischen Kuppenheim und Obertsrot für unnötig.

Scharfe Kritik an Teststrecke

Die B462 soll zur Teststrecke für Oberleitungs-Lkw werden. Das Vorhaben ist umstritten. Foto: Gust/Siemens

Gegenüber dem Regierungspräsidium Karlsruhe hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land), Mitglied im Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, seine Teilnahme an der ersten nicht-öffentlichen Sitzung des Begleitkreises zum Projekt eWayBW (Lkw-Oberleitungsstrecke) auf Abschnitten der B462 zwischen Kuppenheim und Obertsrot abgesagt. In seinem Schreiben an Regierungspräsidentin Sylvia Felder bedankte sich Jung zwar für die Einladung zur konstituierenden Sitzung am 3. März, bat aber gleichzeitig darum, ihm zukünftig keine Einladungen mehr zum Projekt eWayBW zuzusenden.

Aus „ökologischen und ökonomischen Gründen“ abgelehnt

„Ich lehne dieses Vorhaben prinzipiell aus ökologischen und ökonomischen Gründen ab“, erklärte Jung und verwies auf Probleme bei der Verkehrssicherheit auf der B462 zwischen Kuppenheim und Gaggenau sowie eine unnötige Belastung für die Pendler, die durch eWayBW entstünden. „Es gibt sehr viel wichtigere Verkehrsprobleme im Landkreis Rastatt, die auch von der baden-württembergischen Landesregierung und dem Regierungspräsidium Karlsruhe gelöst werden müssten, als eine fragwürdige und am Standort unnötige Lkw-Oberleitungs-Teststrecke zu eröffnen, die schon jetzt in der Fachwelt belächelt wird.“ Viele der beteiligten Unternehmen und Institutionen räumen dem FDP-Politiker zufolge „inoffiziell offen ein, dass das eWayBW-Projekt nur wegen der abzugreifenden Fördermittel aus finanziellen, nicht aus inhaltlichen Gründen interessant ist“.

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