Partnerschaften: Keine Treffen wegen Corona

Weisenbach (red) – Die Gemeinde Weisenbach unterhält Partnerschaften mit dem sächsischen Kriebstein und San Costanzo in der italienischen Region Marken. Die für dieses Jahr vorgesehenen Begegnungen können wegen Corona nicht stattfinden.

Seit 20 Jahren besteht die Partnerschaft mit San Costanzo. Foto: Gemeinde Weisenbach/Archiv

© red

Seit 20 Jahren besteht die Partnerschaft mit San Costanzo. Foto: Gemeinde Weisenbach/Archiv

Von BT

Von der Absage sind einige Weisenbacher Vereine und Gruppierungen betroffen. Bereits Ende Anfang Mai wollte die Freiwillige Feuerwehr Weisenbach nach Kriebstein reisen. Das in Kriebstein bereits organisierte Programm musste laut Mitteilung aus dem Rathaus wegen der Pandemie kurzfristig abgesagt werden.

Eine Gruppe Grundschüler der Johann-Belzer-Schule wollte Ende Juni / Anfang Juli ebenfalls nach Kriebstein reisen und sich mit der dortigen Grundschule Grünlichtenberg treffen. Nachdem das Schulamt aber alle Klassenfahrten der Schulen bis Ende des Jahres abgesagt hat, musste auch dieses Treffen letztendlich gestrichen werden.

Eine Gruppe der Spielvereinigung Weisenbach wollte vom 10. bis 14. Juni in die italienische Partnergemeinde nach San Costanzo reisen. Auch diese Fahrt musste wegen der allgemeinen Reisebeschränkungen abgesagt werden.

Partnergemeinden von Virus wenig betroffen

Glücklicherweise waren sowohl die sächsische Partnergemeinde Kriebstein als auch die italienische Partnergemeinde San Costanzo nicht sehr stark von der Pandemie betroffen, heißt es in der Mitteilung. In Kriebstein waren es insgesamt zwei positiv getestete und in San Costanzo 22 positiv getestete Personen. In beiden Gemeinden seien keine Todesfälle zu beklagen gewesen.

In den vergangenen Tagen hat sich Manuela Frorath, die Vorsitzende des Weisenbacher Arbeitskreises Partnerschaften, intensiv mit beiden Partnergemeinden wegen der bevorstehenden Feierlichkeiten ausgetauscht. Die Reise anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit Kriebstein vom 1. bis 4. Oktober war mit drei Bussen und rund 150 Personen geplant. Aufgrund der Unsicherheiten in der Planung und der Organisation im Zusammenhang mit der Pandemie, den Hygiene- und Abstandsregeln, der Maskenpflicht, Einschränkungen der Gastronomie und der Teilnahme mit dieser großen Personenzahl habe man sich mit Bürgermeisterin Maria Euchler darauf verständigt, diese Feierlichkeiten ins nächste Jahr zu verschieben.

Eine Feier zum 20-jährigen Bestehen mit der italienischen Partnergemeinde San Costanzo war vom 3. bis 6. September in Weisenbach vorgesehen. Auch Filippo Sorcinelli, der Bürgermeister von San Costanzo, und sein Team sahen in der Organisation der Reise ähnliche Probleme. Er argumentierte, die italienische Region Marken insgesamt wäre stark von der Pandemie betroffen gewesen und würde sehr umsichtig mit den Lockerungen umgehen. Er könne in der derzeitigen Situation nicht sagen, ob eine Busreise mit rund 50 Personen im September möglich wäre. So möchte man auch in Italien das nächste Jahr abwarten.

„Alle Beteiligten sind selbstverständlich sehr traurig über diese ganzen Absagen“, so der Weisenbacher Arbeitskreis Partnerschaften. Doch müsse man in der derzeitigen Situation auch in beiden Ländern vernünftig agieren. Die drei Gemeinden und die jeweiligen Arbeitskreise hoffen, dass die Treffen im nächsten Jahr nachgeholt werden können.

Zum Artikel

Erstellt:
3. Juni 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.