Ortsdurchfahrt Loffenau hat 2021 Vorfahrt

Gernsbach/Loffenau (red) – Das Regierungspräsidium Karlsruhe informiert über den Sanierungsfortschritt auf der L76b zwischen Kaltenbronn und Reichental und erklärt, warum die Ortsdurchfahrt Loffenau nächstes Jahr Vorfahrt hat.

Nächstes Jahr setzt die Sanierung der L 76 b aus; 2022 soll sie fertiggestellt werden, informiert das RP. Foto: Juch

© stj

Nächstes Jahr setzt die Sanierung der L 76 b aus; 2022 soll sie fertiggestellt werden, informiert das RP. Foto: Juch

Seit 20. April laufen im Auftrag des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe die Arbeiten im dritten Bauabschnitt im Zuge der L 76 b auf einer Länge von rund 2,2 Kilometer zwischen Reichental und Kaltenbronn (wir berichteten). Die Arbeiten werden, wie auch in den vorangegangenen zwei Bauabschnitten, unter Vollsperrung durchgeführt und voraussichtlich im Oktober 2020 abgeschlossen sein.

Im gesamten Streckenzug der L 76 b zwischen dem Enz- und Murgtal wurden seit 2017 vielfältige Sanierungsmaßnahmen umgesetzt: In dem ersten, rund 2,1 Kilometer langen Bauabschnitt vom Infozentrum Kaltenbronn bis zur Kreisgrenze, der 2017 fertiggestellt wurde, wurde überwiegend die Asphaltdeck- und Binderschicht der Fahrbahn erneuert. In dem zweiten, rund 3,6 Kilometer langen Bauabschnitt vom Infozentrum Kaltenbronn in Richtung Reichental, wurde ebenso Deck- und Binderschicht erneuert. Dieser wurde 2018 fertiggestellt. Die Sanierung der L 76 b ab Kreisgrenze bis Sprollenhaus erfolgte dann 2019.

Aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen ist die Strecke zum Kaltenbronn seit 2017 jährlich von einer Seite – dem Enztal oder dem Murgtal – für längere Zeit voll gesperrt. Dies ist mit hohen verkehrlichen Beeinträchtigungen und mit Nachteilen für die an der L 76 b ansässigen Hotel- und Gastronomiebetriebe sowie für das Infozentrum Kaltenbronn verbunden, betont das RP. Deswegen habe die Karlsruher Behörde in Absprache mit den betroffenen Kommunen entschieden, im nächsten Jahr die Bauarbeiten an der L 76 auszusetzen und zunächst im Jahr 2021 den letzten Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Loffenau im Zuge der L 564 fertigzustellen. Dort befinde sich zudem ein Kanal, dessen Ausbau aufgrund seines schlechten baulichen Zustands zeitnah erforderlich sei. Eine parallele Ausführung beider Maßnahmen wäre außerdem nicht möglich, da jeweils eine der Strecken für die andere Strecke als Umleitungsstrecke zur Verfügung stehen müsse.

Der vierte und letzte Bauabschnitt im Zuge der Fahrbahndeckenerneuerung der L 76 b habe aber weiterhin hohe Priorität. Die Sanierung ist daher für das Jahr 2022 vorgesehen. Bereits jetzt laufen die Planungen für diesen rund 2,7 Kilometer langen letzten Bauabschnitt, die voraussichtlich schon bis zum Jahresende abgeschlossen werden können, um sie anschließend noch mit dem Naturschutz abzustimmen.

Baukosten belaufen sich insgesamt auf über 10 Millionen Euro

Im vierten Bauabschnitt werden neben der Straße eine Vielzahl bestehender Stützmauern saniert, ebenso sind schwierige, naturschutzrechtliche sowie wasserrechtliche Belange zu berücksichtigen. Nach derzeitigem Stand sei davon auszugehen, dass aufgrund der umfangreicheren Bauleistungen im vierten Bauabschnitt die Maßnahme das ganze Jahr 2022 in Anspruch nehmen wird.

Allein die Baukosten der sich im Landkreis Rastatt befindenden Bauabschnitte eins bis vier belaufen sich auf über 10 Millionen Euro.

Zum Artikel

Erstellt:
26. April 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.