Murganabad öffnet ab 16. September

Gaggenau (red) – Ein Betrieb wie vor Corona wird im Hallenbad nicht möglich sein, kündigt der Fachbereichsverantwortliche Manfred Schnaible an. Dennoch ist man bei der Stadt froh und optimistisch.

Die Freude über die Wiedereröffnung von Seiten der Stadtwerke und der Stadtverwaltung ist groß. Doch hofft man insbesondere darauf, dass sich die Badegäste für die Sicherheit aller und sich selbst an die Regeln halten und dem Personal entsprechend Folge leisten. Foto Fabry

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Die Freude über die Wiedereröffnung von Seiten der Stadtwerke und der Stadtverwaltung ist groß. Doch hofft man insbesondere darauf, dass sich die Badegäste für die Sicherheit aller und sich selbst an die Regeln halten und dem Personal entsprechend Folge leisten. Foto Fabry

Seit Mitte März ist das Hallenbad Murgana im Zentrum der Stadt Gaggenau für die breite Öffentlichkeit geschlossen. Lediglich zwei Vereine durften dort trainieren. Ebenfalls wurde es für diesen Zeitraum den Sportabiturienten für die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung bereitgestellt. Zeitgleich wurden zahlreiche Instandsetzung- und Grundreinigungsarbeiten in Eigenregie und nach Vergabe an Fremdfirmen durchgeführt (wir berichteten). Nun wird das Bad am Mittwoch, 16. September, wieder für die Allgemeinheit öffnen.

„Ein Betrieb wie vor Corona wird nicht möglich und weit davon entfernt sein,“ äußert sich der Fachbereichsverantwortliche, Manfred Schnaible. In das Murganabad eingelassen werden können maximal 25 Besucher gleichzeitig. Der Fitnessraum sowie alles, was „sprudelt und spritzt“, bleibt geschlossen. Das betrifft insbesondere die Nutzung des Kinderplansch- und des Warmsprudelbeckens, da es dort zur Aerosolbildung kommen könne. Zudem werden die Angebote Wassergymnastik, Babyschwimmen und Schwimmkurse ausgesetzt.

Bei der Eingrenzung auf eine maximale Besucherzahl von 25 Personen haben sich die Stadtwerke an den Vorgaben der Landesverordnung orientiert. Danach muss jedem Badegast eine Schwimmfläche von zehn Quadratmetern zur Verfügung stehen. Um Abstände zu wahren, sollen die Schwimmer eine Art Kreisverkehr im Becken bilden. Wichtig sei dabei, dass der Mindestabstand von eineinhalb Metern zum Vordermann gewahrt wird und kein Gegenverkehr entsteht. Kontrolliert wird das von zwei zusätzlichen Mitarbeitern am Schwimmbeckenbereich.

Zwischen 100 bis 140 Badegäste denkbar

Darüber hinaus erfolgt eine Einlasskontrolle von einem weiteren Mitarbeiter. Sie umfasst nicht nur die Zählung der Gäste, sondern auch die Erhebung von Kontaktdaten. Die Daten dienen ausschließlich der Auskunftserteilung gegenüber dem Gesundheitsamt oder der Ortspolizeibehörde im Falle einer möglichen Infektion und werden vier Wochen nach Erhebung gelöscht, versichert die Stadt: „Gäste, die das Formular nicht ausfüllen, werden vom Badebetrieb abgewiesen.“ Insgesamt sei die Öffnung des Murgana mit einem größeren organisatorischen sowie personellen Aufwand verbunden. Die drei zusätzlichen Mitarbeiter seien jedoch verfügbar, da sie für die Wiedereröffnung des Waldseebads im Frühjahr 2021 bereits eingestellt wurden.

Da es nicht mehr möglich ist, den Badebetrieb der Schulen und Vereine wie sonst parallel zum öffentlichen Betrieb stattfinden zu lassen, werden diese voneinander getrennt. Dies hat zur Folge, dass das Murganabad montags und dienstags ganztägig für die Öffentlichkeit geschlossen bleibt. Zudem sind die Vormittage donnerstags und freitags dem Schulunterricht vorbehalten, weshalb das Bad nach dem Frühschwimmerangebot von 8 bis 13.30 Uhr nicht öffentlich genutzt werden kann. Um dennoch ein attraktives Angebot anbieten zu können, werden die bisherigen Öffnungszeiten erweitert. Konkret wird es ein Frühschwimmer-Angebot ab 6.30 Uhr sowie verlängerte Öffnungszeiten an einigen Wochentagen bis 21 Uhr geben. „Vor allem erhoffen wir uns von den erweiterten Öffnungszeiten, dass Stoßzeiten vermieden werden können und sich der Andrang besser über den Tag verteilt“, erklärt Schnaible.

Trotz der Einlassbeschränkung sei man optimistisch, dass genügend Kapazitäten für Badegäste bestehen und es zu wenigen Engpässen kommt. Dies resultiere insbesondere aus den jüngsten Erfahrungen der ortsansässigen Freibäder. Dort habe sich gezeigt, dass die meisten Bürger aktuell eher zurückhaltend sind, was den Besuch eines öffentlichen Bads anbelangt. Szenarien mit langen Warteschlangen und großem Andrang seien ausgeblieben. Hinzu komme der Umstand, dass sich der Aufenthalt in einem Sportbad in der Regel auf eineinhalb bis maximal zwei Stunden beschränkt.

„Der Besucherkreis im Murganabad besteht hauptsächlich aus Regelbesuchern, die nicht in den Massen kommen werden wie im Freibad. Zudem haben sie ihre Stammzeiten, wodurch wir noch besser potenzielle Stoßzeiten abschätzen können,“ erläutert Schnaible. Deshalb sei es nicht notwendig, eine zeitliche Aufenthaltsbegrenzung zu verhängen. Denkbar sind zwischen 100 bis 140 Badegäste täglich, die im Murgana ihre „Bahnen“ ziehen.

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Erstellt:
25. August 2020, 15:00 Uhr
Lesedauer:
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