Lichtkreuz sendet Zeichen der Zuversicht

Forbach (stj) – Pat Kramer, Mitglied im Ältestenrat der evangelischen Kirchengemeinde Forbach-Weisenbach, hat an der evangelischen Kirche in Forbach ein Kunstwerk installiert, dass den Gläubigen im Ort als sichtbares Zeichen Gottes Zuversicht in Zeiten der Krise geben soll.

„Wir sind nicht gottverlassen“: Das illuminierte Kreuz an der evangelischen Kirche in Forbach signalisiert den Menschen im Ort, dass die Kirche weiter für sie da ist – auch wenn zurzeit keine Gottesdienste stattfinden können. Foto: Kramer

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„Wir sind nicht gottverlassen“: Das illuminierte Kreuz an der evangelischen Kirche in Forbach signalisiert den Menschen im Ort, dass die Kirche weiter für sie da ist – auch wenn zurzeit keine Gottesdienste stattfinden können. Foto: Kramer

Von Stephan Juch

Der Alltag ist in Zeiten der Corona-Pandemie für viele trist, nicht wenige haben sogar Angst – Angst um ihre Jobs, um die Zukunft. Selbst Einrichtungen, die in persönlichen Krisen Halt geben können, stehen derzeit nicht wie gewohnt zur Verfügung. Zum Beispiel die Kirchen, in denen aktuell keine Gottesdienste stattfinden. „Wir sind aber immer noch da“, betont Margarete Eger. Die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Forbach-Weisenbach freut sich daher besonders, dass dieses Dasein nun auch symbolisch von der evangelischen Kirche in Forbach aus in die Gemeinde strahlt: in Form eines Lichtkreuzes, das Pat Kramer am Samstag installiert hat.

Die Kunstaktion war ursprünglich erst für die Zeit vorgesehen, wenn das Gotteshaus renoviert wird. Dann sollte das 3,50 Meter auf 2,50 Meter große, mit bunten Lichtern versehene Kreuz am Gerüst erstrahlen. „Das brauchen wir jetzt früher“, dachte Kramer im Zuge der weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch das Coronavirus.

Der Beschluss, die Kunstaktion zu machen, war bereits vom Kirchenältestenrat, dem Kramer angehört, einstimmig getroffen worden, jetzt wurde das Projekt in Absprache mit Pfarrerin Eger vorgezogen. Seit vergangenem Samstag, als Kramer mit der ganzen Familie zur Tat schritt, hängt das Kreuz als kostenlose Leihgabe nun vor dem rechten Chorfenster und sendet von der Anhöhe der Schifferstraße ein fröhliches, mutmachendes Signal der Zuversicht an die Forbacher Gläubigen.

Renovierung soll wie geplant am 20. April beginnen

„Das ist ein sehr wichtiges Zeichen: Gott ist da, wir sind da“, betont Eger. Gerade jetzt, da viele zu Hause beten, sei das sichtbare Kreuz von großer Bedeutung für die Christen. Das Kreuz an der evangelischen Kirche in Forbach fängt jeden Abend um 19.30 Uhr an zu leuchten – bis morgens um 8 Uhr.

Wenn die Renovierung des 1913 eingeweihten Gotteshauses startet, soll Kramers Leihgabe wie ursprünglich geplant an das Gerüst am Glockenturm gehängt werden. Die Kirchengemeinde geht laut Eger derzeit davon aus, dass die Arbeiten wie vorgesehen am 20. April beginnen. Der Forbacher Architekt Klaus Mungenast, der für das Gaggenauer Architekturbüro Luft arbeitet, hat die Planungen übernommen.

Diese sehen laut Pfarrerin Eger vor, das Dach und den Glockenturm zu sanieren, neue Joche aus Holz einzubauen, die Schallläden und Türen zu erneuern, Empore und Fußböden zu verschönern und eine neue Treppe zu installieren. Zudem soll mehr Platz geschaffen werden, um die Kirche gebrauchsfähiger zu machen – unter anderem mit dem Einbau einer kleinen Küche und neuen Sanitäranlagen. Die Kirchengemeinde geht von einer Bauzeit bis Ende Oktober, Mitte November aus, so Eger. Das sei in Anbetracht der aktuellen Situation aber mit Ungewissheiten verknüpft – wie fast alles im aktuellen Alltag.


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