Konzerte in Vorgärten

Gernsbach (red) – Geht doch: Blasmusik outdoor zum 1. Mai mit ausreichendem Abstand zwischen den Musikern. Das konnte der Musikverein Hilpertsau am vergangenen Freitag zeigen.

Musikalisches Lebenszeichen: Musiker des MV Hilpertsau haben sich in Vorgärten, vor ihren Haustüren und an Straßenecken rund um Blumen-, Hauersäcker- und Gartenstraße jeweils einzeln oder in Familiengruppen zusammengefunden. Foto: MV Hilpertsau

© red

Musikalisches Lebenszeichen: Musiker des MV Hilpertsau haben sich in Vorgärten, vor ihren Haustüren und an Straßenecken rund um Blumen-, Hauersäcker- und Gartenstraße jeweils einzeln oder in Familiengruppen zusammengefunden. Foto: MV Hilpertsau

Mit dem letzten Glockenschlag um 10 Uhr morgens erklang „Der Mai ist gekommen“ aus gut 25 Trompeten, Flügelhörnern, Basstuben, Tenorhörnern, Flöten, Posaunen und Hörnern. Die Musikerinnen und Musiker hatten sich in Vorgärten, vor ihren Haustüren und an Straßenecken rund um Blumen-, Hauersäcker- und Gartenstraße jeweils einzeln oder in Familiengruppen zusammengefunden, um – unter genauer Beachtung der baden-württembergischen Coronaverordnung – gemeinsam und mit großem Abstand den Mai musikalisch zu begrüßen. Und viele Hilpertsauer freuten sich über das musikalische Lebenszeichen des Musikvereins, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Zumal schon das traditionelle Frühjahrskonzert und das Platzkonzert zum 1. Mai dem Virus zum Opfer gefallen waren.

Jeder Musiker probt zu Hause

Auch sonst ist die Hilpertsauer Blaskapelle aktiv, wie Dirigent Michael Wörner berichtet. Jeden Dienstag um 19.30 Uhr ist Probe, natürlich nicht im Probenraum. Aber zu Hause im dann nicht mehr stillen Kämmerchen üben die Musikerinnen und Musiker vom Dirigenten ausgesuchte Stücke und machen mit dem Handy Aufnahmen davon, die sie sich gegenseitig oder dem Dirigenten über Soziale Netzwerke zusenden.

Die Verwaltung des Vereins steuert das Ganze per Videokonferenz und macht auch schon Pläne für die Zeit nach der Pandemie. „Vielleicht gibt es irgendwann bei einem schrittweisen Wiedereinstieg in Proben- und Konzertbetrieb die Möglichkeit, in kleineren Gruppen zu üben“, schreibt Johannes Baumann, Musikervorstand des Musikvereins Hilpertsau. Und es seien sich auch Auftritte für kleinere Ensembles denkbar. Denn: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und das gut einstudierte Konzertprogramm ist jetzt eben für das kommende Jahr eingeplant.“ Sogar für den Fall, dass schon im Spätherbst wieder öffentliches Musizieren möglich sein sollte, sind die Hilpertsauer Musiker vorbereitet: Eine musikalische Matinee im Obertsroter Gemeindesaal am 22. November sollte am Musikverein nicht scheitern.

Zum Artikel

Erstellt:
4. Mai 2020, 13:50 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.