Klimaschutz-Werkstatt an der HLA

Gernsbach (red) – Der gemeinnützige Verein Regenerative Energien Mittelbaden setzt mit Schülern in Gernsbach ein Konzept mit Erlebnischarakter um.

Schüler der HLA bauen 2019 ein funktionsfähiges, etwa acht Meter hohes Windrad in Staufenberg auf. Foto: HLA / BT-Archiv

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Schüler der HLA bauen 2019 ein funktionsfähiges, etwa acht Meter hohes Windrad in Staufenberg auf. Foto: HLA / BT-Archiv

Der gemeinnützige Verein Regenerative Energien Mittelbaden (REM) und die Handelslehranstalt (HLA) Gernsbach starten gemeinsam die erste Klimaschutz-Werkstatt in der Region. „Als wir Mitte 2019 die Klimaschutz-Werkstatt für Schulen als Projekt-Idee entworfen haben, war uns wichtig, ein Konzept zu entwickeln, bei dem wir mit einer Gruppe für das Thema begeisterter Schüler auf spielerisch neugierige Art und Weise herausfinden, warum der Klimaschutz immer mehr zu einem der wichtigsten Themen für die heranwachsende Generation Z wird“, erklärt REM-Vorsitzender Uwe Burkhardt.

Der 1994 gegründete gemeinnützige Verein ist seit vier Jahren im Rahmen seiner Bildungsinitiative für Nachhaltige Entwicklung mit mehreren Projekten und Initiativen im Bereich Klimaschutz unterstützend für Schulen in der Region tätig. Der Verein kann dabei neben seinem profunden technischen Wissen auch die wichtigen Kontexte aufzeigen, die den Klimaschutz in einen größeren Rahmen einbinden und Zusammenhänge sichtbar machen, heißt es in der Mitteilung weiter. Eins dieser Projekte mit Erlebnischarakter war der gemeinsame Bau und die Inbetriebnahme eines Mikrowindrads in Staufenberg im vergangenen Jahr mit einer Schülergruppe der HLA Gernsbach (wir berichteten). Die Gruppe sei so motiviert gewesen, dass sie gleich ein Video zum Thema „Nachhaltige Schule“ drehten und den dritten Preis beim Bundeswettbewerb dafür gewannen.

Aus kleinem Windrad „schlagen hohe Wellen“

„Ich war begeistert von den tollen Ideen und Ambitionen der Schüler und hätte nie für möglich gehalten, was für Wellen aus einem kleinen Windradbau schlagen können“, freut sich Burkhardt und ergänzt: „Wir hatten das Projekt auf den Namen Erneuerbare Energien Erlebnispfad getauft und konnten es dank unserer REM-Mitglieder und unserem Förderpartner, der Deutschen Postcode Lotterie, mit tollem Erfolg auf die Beine stellen.“ Besonders angetan sei Burkhardt von den engagierten Lehrern der HLA, „die mit ihren Schülern Ideen entwickeln und in Projekten umsetzen, wie unser Leben nachhaltiger gestaltet werden kann“.

„Das Thema Nachhaltigkeit findet in der HLA Gernsbach schon seit Jahren seinen Weg in alle Bereiche des Unterrichts“, erläutert Lehrer Martin Strauß: „So müssen auch bei kaufmännischen Fragestellungen immer die soziale, die ökonomische und auch die ökologische Komponente berücksichtigt werden.“

Der REM-Vorsitzende bewundert dieses Engagement. Ihm sei schnell klar gewesen, „dass das unsere Unterstützung finden wird. Als ich mit der Idee der Klimaschutz-Werkstatt aufkam, signalisierte Martin Strauß sofort Interesse, das Konzept mit weiteren Kollegen mit zu entwickeln.“ Und trotz Corona kann nun eine Projektgruppe der HLA im kommenden Schuljahr schon ab September mit der Klimaschutz-Werkstatt starten. „Wir haben ein spannendes Konzept mit Erlebnischarakter, welches für die Gruppe noch viel Raum für eigene Ideen lässt, und die Erfahrungen der Jugendlichen können dann in den Unterricht der beruflichen Schule einfließen“, ist die Vorfreude im Entwicklerteam groß.

Inhalte gehen über Theorie hinaus

Was macht eine Schule besonders? Der Inhalt, die Lehrerinnen, die Schüler? Diese Fragen beantwortet REM selbst: Über die Inhalte der Theorie hinausgehen und theoretische Probleme erlebbar machen und Lösungen finden. Der Verein ist interessiert daran, das Konzept „Die Klimaschutz-Werkstatt“ auch an weiteren Schulen durchzuführen und hat dazu auf der Webseite des Vereins unter für Schulen in der Region Mittelbaden ein Bewerbungsformular eingerichtet: www.rem-ev.de


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