Infobroschüre eWayBW: Verwunderung über Inhalt

Murgtal (red) – Die am Mittwoch veröffentlichte Informationsbroschüre über das Thema eWayBW hat laut Landratsamt teilweise zu großer Verwunderung geführt.

Dank eWayBW sollen Lkw künftig die Papierfabriken in Obertsrot emissionsfrei und leise beliefern. Das Pilotprojekt ist von Anfang an Diskussionsthema. Foto: Götz

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Dank eWayBW sollen Lkw künftig die Papierfabriken in Obertsrot emissionsfrei und leise beliefern. Das Pilotprojekt ist von Anfang an Diskussionsthema. Foto: Götz

Ausgelöst wurde die Verwunderung durch einen Hinweis in der Broschüre: Eine Bauzeitverlängerung sei durch eine Forderung des Straßenverkehrsamtes beim Landkreis und der Polizei notwendig geworden. Deshalb müsse jetzt während der Bauphase die Sperrung je einer Richtungsfahrbahn und die jeweilige Überleitung des Verkehrs auf die andere Richtungsfahrbahn erfolgen. Noch dazu soll diese Forderung kurzfristig erhoben worden sein. Dazu Mario Mohr, zuständiger Dezernent beim Landkreis Rastatt: „Wir können hier nur den Kopf schütteln, wie in der Broschüre suggestiv argumentiert wird“.
Laut Landratsamt wurde den Vertretern des Straßenverkehrsamtes, der Polizei sowie der Höheren Verkehrsbehörde erst in der Besprechung am 24. Februar 2020 von Seiten der vom Verkehrsministerium beauftragten Baufirma eine geänderte Ausführungsplanung vorgelegt. Nach den geltenden Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen können die erforderlichen Restfahrbahnbreiten in dieser geänderten Ausführungsplanung nicht mehr eingehalten werden.

Online Fragen stellen

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können am Montag, 25. Mai, ab 19 Uhr in der Online-Informationsveranstaltung des Verkehrsministeriums ihre Fragen zum Projekt stellen.„Ich begrüße es sehr, dass trotz Corona-Pandemie diese wichtige Veranstaltung online auf www.ewaybw.de stattfinden wird“, schreibt der Landtagsabgeordnete Thomas Hentschel (Grüne) in einer Pressemitteilung.

„Information ist das A und O, denn immer wieder werden falsche Behauptungen über dieses Projekt verbreitet. Jeder und jede ist herzlich eingeladen, sich ein unvoreingenommenes Bild von dem Projekt zu machen und alle Fragen zum Ablauf und Inhalt zu stellen“, so Hentschel.

Das Verkehrsministerium hat zudem einen Info-Flyer erstellt, der seit gestern an Haushalte in Bischweier, Gaggenau, Gernsbach, Kuppenheim und Rastatt verteilt wird (wir berichteten).

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Regierungspräsidium Karlsruhe als ausführende Planungs- und Baubehörde die Befürchtungen wegen zu langer Bauzeit und Beeinträchtigungen aufnehmen und die Planung entsprechend optimieren wird. Die Gespräche mit den betroffenen Gemeinden laufen bereits“, erklärt Thomas Hentschel in der Mitteilung abschließend.

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Erstellt:
7. Mai 2020, 16:30 Uhr
Lesedauer:
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Frank Elsenhans 07.05.202016:57 Uhr

Ein Flyer oder Infos für die Gemeinden im hinteren Murgtal wäre auch angebracht!!!
Weisenbach/Forbach/Schönmünzach/Baiersbronn, denn wir Pendler sind die Leidtragenden!


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