Gaggenau: Weniger „Elterntaxis“ als Ziel

Gaggenau (red) – Die Stadtverwaltung will in einem Pilotprojekt für mehr Sicherheit im Umfeld von Grundschulen sorgen.

Grundschüler warten auf dem Weg zur Schule an einer Kreuzung. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa

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Grundschüler warten auf dem Weg zur Schule an einer Kreuzung. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa

Unter Einhaltung der Hygienevorschriften hat Anfang November die Auftaktveranstaltung zur Verbesserung der Schulwegsicherheit zur Hans-Thoma-Schule in der Jahnhalle stattgefunden. Hierbei handelt es sich um ein Pilotprojekt, das in Gaggenau erstmalig an der Hans-Thoma-Schule durchgeführt werden soll. Das Projekt wird vom Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation aus Wuppertal begleitet.

„Wenn es uns mit dem Projekt gelingt, nur 30 Prozent der Elternfahrten zu reduzieren, dann können wir von einem Erfolg sprechen“, wird Oberbürgermeister Christof Florus über die konkreten Erwartungen an das Projekt zitiert.

Jens Leven vom Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation aus Wuppertal verdeutlichte in seinem Vortrag die Beweggründe für das Mobilitätsverhalten an Grundschulen, die Statistik und deren Dunkelziffer der Schulwegunfälle sowie die Problematik des Schüler-Hol- und Bringverkehrs.

„Der Erfolg dieses Projekts hängt von guter Zusammenarbeit aller Akteure der Schulwege ab“, so die Leiterin der Abteilung Schulen und Betreuung, Liliana Erbesdobler. Es gelte die Schulwegsituation aus den Perspektiven der Schüler, der Eltern sowie der Verkehrsbehörden zu betrachten. Aber auch die Zusammenarbeit der Lehrer und der im Schulbezirk befindlichen Kitas sei erforderlich.

Fragebögen an die Eltern

So sollen nun zeitnah Erhebungen in Form von Fragebögen an die betroffenen Eltern der Hans-Thoma-Schule sowie der angrenzen Kindertageseinrichtungen verteilt und ausgewertet werden. Die Stadt Gaggenau hofft, die Zahl der sogenannten „Elterntaxis“ durch gute und durchdachte Ideen und Maßnahmen reduzieren zu können.

Die Geschäftsführende Schulleiterin der Gaggenauer Schulen, Barbara Fischer, fand laut eigenem Bekunden die Auftaktveranstaltung sehr informativ und aufschlussreich. Es seien gute Ansätze zur Verkehrssicherheit beziehungsweise Verkehrsberuhigung aufgezeigt worden, die eine Entlastung der Verkehrssituation bringen sollen. Sie hoffte, dass auch andere Schulen von der Stadt Gaggenau diesbezüglich unterstützt werden.

Rudolf Retzler, Leiter der Hans-Thoma-Schule Gaggenau, und sein Kollegium sehen in der Sicherheit der Schulkinder höchste Priorität, berichtet die Stadtverwaltung abschließend. Retzler: „Das Thema ,Sicherer Schulweg´ muss immer wieder in den Fokus genommen werden, selbst wenn alle gesellschaftliche Aufmerksamkeit derzeit auf die Corona-Pandemie gerichtet ist.“


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