Einbeiniger Storchennachwuchs

Steinmauern/Gernsbach (red) – Bei der Beringungsaktion in Steinmauern wurde ein einbeiniges Storchenküken entdeckt.

Unerwartete Entdeckung bei Beringung: Stefan Eisenbarth trifft auf ein einbeiniges Storchenküken. Foto: Gemeinde Steinmauern

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Unerwartete Entdeckung bei Beringung: Stefan Eisenbarth trifft auf ein einbeiniges Storchenküken. Foto: Gemeinde Steinmauern

Steinmauern hat wieder Nachwuchs bekommen. Vergangene Woche wurden die zwei Storchenküken auf dem Dach des Bürgerhauses Alte Schule vom Gernsbacher Storchenexperten Stefan Eisenbarth beringt, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Im Auftrag der Vogelwarte Radolfzell betreut Eisenbarth ehrenamtlich Storchennester von Knielingen bis Iffezheim. Unterstützt wird er von der EnBW, die den Blick ins Nest durch die kostenlose Bereitstellung eines Hubwagens ermöglicht.

Dieses Jahr machte Eisenbarth in Steinmauern eine Entdeckung, die er in „zwölf Jahren seines Amtes so noch nie gesehen hatte“. Während der Beringung bemerkte er, dass eines der beiden Küken nur ein Bein hatte. Er brachte das Tier daraufhin zu Pierre Fingermann nach Rastatt in Pflege.

Laut Aussage des Storchenexperten haben Vögel in diesem Zustand in der Regel dennoch gute Überlebenschancen. Nach einem Flug und der anschließenden Landung könne es zwar anfangs etwas Probleme geben, die die Vögel aber mit der Zeit gut in den Griff bekommen könnten. Diese Information bestätigt laut Gemeinde auch Ute Reinhard, die Weißstorchbeauftragte des Landes Baden-Württemberg.

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Erstellt:
15. Juni 2020, 17:00 Uhr
Lesedauer:
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