Desinfektionsmittel läuft aus: Feuerwehreinsatz in Seniorenwohnanlage

Gaggenau (fmb) – Zu einem Gefahrguteinsatz musste die Freiwillige Feuerwehr am Mittwochvormittag ausrücken. Mitarbeiter des Gerhard-Eibler-Hauses hatten einen stechenden Chlorgeruch im Waschmaschinenraum gemeldet. Menschen kamen nicht zu Schaden.

In Schutzanzügen überprüften Mitglieder des Gefahrgutzugs den Raum, wo die Desinfektionsflüssigkeit ausgelaufen war. Foto: Bracht

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In Schutzanzügen überprüften Mitglieder des Gefahrgutzugs den Raum, wo die Desinfektionsflüssigkeit ausgelaufen war. Foto: Bracht

Von Michael Bracht

Um 9.17 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, da ein Betreten des Raumes im 1. Obergeschoß nicht mehr möglich war.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzmannschaft an der Seniorenwohnanlage und nach der Erkundung wurde die Meldung bestätigt. In Schutzanzügen überprüften Mitglieder des Gefahrgutzugs den Raum. Sie stellten fest, dass eine Flüssigkeit, aus einer Industriewaschmaschine auslief. Es handelte sich um ein desinfizierendes Waschmittel in hoch konzentrierter Form. Die Feuerwehrleute verdünnten das ausgelaufene Medium und nahmen es auf. Behälter wurden vorsichtshalber ins Freie verbracht. Der Raum wurde durch einen Lüfter belüftet.

Willy-Brandt-Straße gesperrt

Die Bewohner mussten nicht evakuiert werden, da die Räume vom Wohnbereich abgetrennt sind. „Im Haus selber hatte das Personal alles im Griff und hat sich vorbildlich verhalten“, lobt die Feuerwehr. Aus diesem Grund sei auch keine Gefahr für die Bewohner aufgetreten. Die Dosierungsanlage wurde vom Betreiber außer Betrieb genommen, eine Fachfirma wurde verständigt.

Vorsorglich war auch der DRK-Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und einer Notärztin vor Ort. Die Polizei nahm die Ursachenermittlung auf. Etwa 30 Feuerwehrangehörige waren rund zwei Stunden im Einsatz. Hierzu musste die Willy-Brandt-Straße in diesem Bereich voll gesperrt werden.

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Erstellt:
22. April 2020, 11:50 Uhr
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