Deniz Yücel bewirbt sein neues Buch

Gaggenau (red) – Deniz Yücel machte Schlagzeilen – vor allem durch seine Inhaftierung in der Türkei. Am 3. April gastiert der Journalist auf Einladung des Kulturrings Gaggenau in der Festhalle in Bad Rotenfels.

Deniz Yücel. Foto: Urban Zintel

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Deniz Yücel. Foto: Urban Zintel

Von BT

Der Türkei-Korrespondent, der über ein Jahr im türkischen Hochsicherheitsgefängnis Silivri Nr. 9 erleben musste, Deniz Yücel, kommt nach Gaggenau. Am Freitag, 3. April, führt ihn seine Buchtour „lesen & reden“ in die Festhalle Bad Rotenfels. Dort wird er sein Buch „Agentterrorist“ – Eine Geschichte über Freiheit und Freundschaft, Demokratie und Nichtsodemokratie“, vorstellen. Veranstaltet wird die Lesung durch das städtische Kulturamt und den Gaggenauer Kulturring. Die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten im Jahr 2017 sorgte international für Wirbel. Eine Auslieferung wurde damals durch den Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan ausgeschlossen.

Unter abenteuerlichen Umständen wurde er zehn Monaten nach dieser Aussage freigelassen. In seinem Buch erzählt Deniz Yücel, wie er dieses Jahr in Einzelhaft verbrachte, welchen Schikanen er ausgesetzt war und wie es ihm gelang, immer wieder die Überwachung zu überlisten. Er schildert, was ihm die Unterstützung seiner Frau Dilek Mayatürk und die „Free Deniz“-Kampagne bedeutete und warum der Kühlschrank das sicherste Versteck in der Gefängniszelle ist. „Es ist eine Geschichte von Willkür und Erpressung, aber auch eine Geschichte von Solidarität, Liebe und Widerstand“, so die Ankündigung.

Entwicklung der Türkei im Blick

Zugleich zeichnet Deniz Yücel die Entwicklung nach, die die Türkei in den vergangenen Jahren durchgemacht hat, vom hoffnungsvollen Aufbruch der Gezi-Revolte über den Kurdenkonflikt, die Flüchtlingskrise und den Putschversuch bis zu den Wahlen Erdogans im Frühjahr 2018.

Einlass in die Festhalle ist ab 19 Uhr, Beginn der Lesung ist um 20 Uhr. Anschließend signiert Deniz Yücel auf Wunsch seine Bücher. Der Eintritt beträgt 18 Euro. Ermäßigte Karten für zwölf Euro gibt es für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte sowie Kulturringmitglieder.

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Erstellt:
6. Februar 2020, 14:29 Uhr
Lesedauer:
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