Bis zu zwei Sprengungen täglich

Gernsbach (stj) – Bei den Arbeiten für vier Rettungstreppenhäuser am Tunnel in Gernsbach beginnt ab heute der Stollenvortrieb. Dafür werden auch Sprengungen erforderlich.

Die Schachtarbeiten beim Rettungstreppenhaus „Am Kurpark“ sind abgeschlossen. Nun beginnt am Dienstag, 1. September, der Stollenvortrieb in Richtung Bestandstunnel. Foto: Stefan Juch/BT

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Die Schachtarbeiten beim Rettungstreppenhaus „Am Kurpark“ sind abgeschlossen. Nun beginnt am Dienstag, 1. September, der Stollenvortrieb in Richtung Bestandstunnel. Foto: Stefan Juch/BT

Von Stefan Juch

Seit September 2019 werden im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe vier Rettungstreppenhäuser für den Tunnel Gernsbach im Zuge der B462 hergestellt. Die Schachtarbeiten beim Rettungstreppenhaus „Am Kurpark“ sind abgeschlossen. Nun beginnt am heutigen Dienstag, 1. September, der Stollenvortrieb in Richtung Bestandstunnel, informiert das Regierungspräsidium Karlsruhe.

Das Rettungstreppenhaus „Am Kurpark“ wird durch einen circa 50 Meter langen Querstollen mit dem Bestandstunnel verbunden. Der Vortrieb erfolgt im Sprengverfahren. Hierzu werden von Montag bis Samstag bis zu zweimal täglich Sprengungen jeweils morgens und mittags durchgeführt. Diese werden voraussichtlich bis Ende November andauern.

Wie bereits bei den Schachtsprengungen wird im Radius von 25 Metern ein Sicherheitsbereich eingerichtet, der während der Sprengungen nicht betreten werden darf. Hierfür wird die L 78 in beide Richtungen sowie der Gehweg im Bereich des Bahnübergangs komplett gesperrt. Auch die Kelterbergstraße, Hildastraße, Alte Weinstraße und Scheuerner Straße werden gesperrt.

Sperrung des Tunnels in beiden Richtungen

Die Sprengung erfolgt in einer Zugpause der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG). Aus Sicherheitsgründen wird außerdem während der Sprengungen der Tunnel in beiden Fahrtrichtungen für den Verkehr gesperrt.

Bei den Sprengarbeiten werden bei jeder Sprengung Warnsignale gegeben. Diese werden mit einem Signalhorn oder einer Sirene erzeugt. Das Signalhorn unterscheidet sich im Ton von anderen Signalmitteln deutlich und wird nur zum Signalgeben beim Sprengen verwendet.

Es gibt die folgenden Sprengsignale, die im Einzelnen bedeuten:

Erstes Sprengsignal: ein langer Ton – Sprengung steht unmittelbar bevor.

Zweites Sprengsignal: Zwei kurze Töne – es wird gezündet.

Drittes Sprengsignal: Drei kurze Töne – Sprengung ist beendet.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet die Verkehrsteilnehmer und Anlieger für die Belastungen und Behinderungen um Verständnis.

Weitere Informationen zur Rettungstreppenhauserweiterung sind auf der Projektseite im Beteiligungsportal des Regierungspräsidiums / Aktuelle Baumaßnahmen / B 462, Rettungstreppenhauserweiterung Tunnel Gernsbach zu finden.

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Erstellt:
1. September 2020, 07:20 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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