B 462: Sperrung in der Nacht zu Mittwoch

Murgtal/Kuppenheim (red) – In der Nacht zu Mittwoch müssen Verkehrsteilnehmer zum ersten Mal wegen des Pilotprojekts eWayBW Behinderungen hinnehmen: Die B 462 wird in einem Teil komplett gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch Kuppenheim.

Für den Elektrifizierungsbereich 1 bei Kuppenheim beginnen nach Pfingsten die Bauarbeiten. Grafik: BT

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Für den Elektrifizierungsbereich 1 bei Kuppenheim beginnen nach Pfingsten die Bauarbeiten. Grafik: BT

Von Thomas Senger

Die Sperrung zwischen den Anschlussstellen L 67 ( zwischen Muggensturm und Kuppenheim) und L 77 (beim EKZ) dauert von Dienstag, 22 Uhr, bis Mittwoch, 5 Uhr. Dies meldet das Regierungspräsidium.

Hintergrund: Das Land Baden-Württemberg baut als Pilotprojekt an der B 462 eine Oberleitungsanlage für Lkw. Die Vorarbeiten beginnen in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni. Auf der Teststrecke werden Lkw rund um die Uhr im Pendelbetrieb elektrisch zwischen dem Gewerbegebiet Kuppenheim und den Papierfabriken bei Gernsbach-Obertsrot fahren.

Erste Maßnahme ist die Herstellung der Mittelstreifenüberfahrten. Im Bereich der Inselbaustellen muss deshalb in beiden Fahrtrichtungen jeweils eine Fahrspur weggenommen werden. Mit Fortschritt der Arbeiten wird die Verkehrssicherung weiter aufgebaut und die Mitteltrennwand der Fahrtrichtungen installiert. Für den Aufbau der Trennwände sind die nächtlichen Sperrungen erforderlich.

Aus Gründen der Arbeitssicherheit steht nur eine Fahrbahn zur Verfügung. Deshalb wird der Verkehr von zwei auf eine Fahrspur reduziert und dann über den Mittelstreifen auf die Gegenfahrbahn geleitet. Die entgegenlaufenden Verkehrsströme werden durch eine Betonwand voneinander getrennt.

Nach Fertigstellung der Überfahrten wird die Verkehrsführung umgestellt, anschließend beginnen die Arbeiten zur Errichtung der Oberleitungsanlage. Hierbei werden zunächst die Fundamente erstellt und anschließend die Maste gestellt, bevor mit Montage der Ausleger und des Fahrdrahts begonnen werden kann.

Die Ausfahrten der L 67 und L 77 sind während der gesamten Bauzeit befahrbar. Die Abfahrt der K 3714 wird je nach Arbeitsrichtung jeweils in eine Richtung gesperrt sein. Die Anbindung an Bischweier sei dauerhaft über die L 67 oder die Wendemöglichkeit an der L 77 zur Ausfahrt K 3714 sichergestellt.

Die Kosten für den Bau der Oberleitungsanlage belaufen sich insgesamt auf 21,2 Millionen Euro. Davon fallen 19 Millionen Euro für die Oberleitungsanlage an und 2,2 Millionen Euro für Verkehrssicherung und anstehende Erneuerungen der Schutzplanken, die in diesem Rahmen mit gebaut werden. Der Bau ist in zwei Bauabschnitte aufgeteilt, die Gesamtbauzeit beträgt rund acht Monate. Alle neu eingesetzten Lkw ersetzen einen bisher auf dieser Strecke eingesetzten Diesel-Lkw, sodass die Verkehrsbelastung dieselbe bleibe. Nach von drei Jahren soll die Anlage nach derzeitigem Stand rückgebaut werden.

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Erstellt:
29. Mai 2020, 16:17 Uhr
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