Viele Schäden: Ausschuss stimmt Management für Rotwild zu

Bühl (red) – Der Klima- und Umweltausschuss der Stadt Bühl beschließt den Kauf einer mobilen Wildkammer. Außerdem wurde einer Zonierung im Rahmen der Rowildkonzeption zugestimmt.

Dieser Rothirsch röhrt bald vielleicht vor Publikum.  Symbolfoto: Boris Roessler/Archiv

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Dieser Rothirsch röhrt bald vielleicht vor Publikum. Symbolfoto: Boris Roessler/Archiv

Mit dem Jahresabschluss der Jagdgenossenschaft Bühl hat sich der Klima- und Umweltausschuss der Zwetschgenstadt im sogenannten elektronischen Verfahren befasst, nachdem die März-Sitzung wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden war (wir berichteten). Aufgrund der vorhandenen Kassenmittel von 24880,41 Euro (ohne die Mindestrücklage) und des geplanten Überschusses im Wirtschaftsjahr 2020 in Höhe von 10000 Euro können Maßnahmen über 34880,41 Euro unterstützt werden. Das Geld soll laut Mitteilung der Stadtverwaltung Bühl verwendet werden für Maßnahmen im Rahmen der Bühler Schwarzwildkonzeption sowie für den Kauf einer mobilen Wildkammer, vorbehaltlich der Ausweisung eines geeigneten Standorts. Die Verwaltung wurde vom Ausschuss beauftragt, sich um die Beschaffung und Errichtung einer solchen Wildkammer zu kümmern. Für die Gewährung eines Landeszuschusses ist ein Antrag zu stellen.

Zugestimmt wurde auch der Umsetzung der gemeinsam mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg, dem Forstamt Rastatt und dem Nationalpark Schwarzwald ausgearbeiteten Zonierung im Rahmen der Rotwildkonzeption Nordschwarzwald. Ziel der Konzeption ist laut der Mitteilung die Erarbeitung eines auf wildtierökologischen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen aufbauenden Planes für das Rotwildmanagement im Nordschwarzwald.

Rotwild erlebbar machen

Die Dringlichkeit einer solchen großräumigen Management-Konzeption sei durch folgende Entwicklungen in den vergangenen Jahren im Nordschwarzwald deutlich gestiegen: Veränderungen des Lebensraumes aufgrund großflächiger Sturmwürfe; Anstieg der Rotwildbestände, insbesondere in den zentralen Bereichen des Rotwildgebietes; dadurch Zunahme von Schälschäden; Ausweisung eines Nationalparks mit entsprechender Zielsetzung; zunehmender Wunsch nach der Erlebbarkeit von Rotwild. In Summe sollen durch die Umsetzung der Konzeption auf der Gesamtfläche Schälschäden und Wildverbiss durch Rotwild möglichst vermieden oder in einem vertretbaren Maß gehalten werden.

Nicht vom Ausschuss im elektronischen Verfahren einstimmig angenommen wurde ein nicht zweckgebundener Zuschuss in Höhe von 2650 Euro für den Naturschutzbund Deutschland Ortsgruppe Bühl-Achern. Er sollte gewährt werden für Naturschutzmaßnahmen im Jahr 2020 auf dem Gebiet der Stadt Bühl. Da keine Einstimmigkeit vorlag, kann dieser Zuschuss zunächst nicht in dieser Höhe ausbezahlt werden, wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt.

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Erstellt:
3. April 2020, 14:00 Uhr
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