Stilles Gedenken in Kappelwindeck

Bühl (red) – Coronabedingt hat es keine öffentliche Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag am Wochenende gegeben. Der Toten wurde dennoch auch in Bühl still gedacht.

Stilles Gedenken in Kappelwindeck

Oberbürgermeister Hubert Schnurr (rechts) und Bürgermeister Wolfgang Jokerst am Ehrenmal auf dem Friedhof Kappelwindeck. Foto: Stadt Bühl

Oberbürgermeister Hubert Schnurr und Bürgermeister Wolfgang Jokerst haben auch in diesem Jahr am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht – im Stillen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste auf dem Ehrenfriedhof in Kappelwindeck auf eine zentrale Gedenkveranstaltung ebenso verzichtet werden wie auf Reden, Ansprachen oder Musikbeiträge.

Als Zeichen der Erinnerung legten Schnurr und Jokerst am Sonntag am Ehrenmal ein Waldgesteck nieder. „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt“, griff Oberbürgermeister Schnurr auf ein Zitat von Bertolt Brecht zurück, um die Bedeutung des Volkstrauertags, der seit 1952 in seiner heutigen Form stattfindet, zu verdeutlichen.

„Der Volkstrauertag mahnt die Deutschen an, die Gegenwart und die Zukunft friedlich zu gestalten“, betonte der Oberbürgermeister laut einer Pressemitteilung. „Auch 75 Jahre nach Kriegsende ist es unverzichtbar, unserer Verantwortung für einen andauernden Frieden bewusst zu sein“, fügte er hinzu.