Landkreis Rastatt, Bühl, Gaggenau und Stadt Rastatt in Initiative gegen Klischees

Bühl (red) – „Initiative Klischeefrei“: Der Landkreis Rastatt und die Großen Kreisstädte Bühl, Gaggenau und Rastatt setzen sich gegen Rollenklischees ein.

Die Oberbürgermeister Christof Florus, Hubert Schnurr und Hans Jürgen Pütsch mit Landrat-Stellvertreter Dr. Jörg Peter und den Beauftragten für Chancengleichheit Carmen Merkel, Michaela Schmidt sowie Petra Heinisch-Hildenbrand (von links).  Foto: Stadt Bühl/Merkel

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Die Oberbürgermeister Christof Florus, Hubert Schnurr und Hans Jürgen Pütsch mit Landrat-Stellvertreter Dr. Jörg Peter und den Beauftragten für Chancengleichheit Carmen Merkel, Michaela Schmidt sowie Petra Heinisch-Hildenbrand (von links). Foto: Stadt Bühl/Merkel

Der Landkreis Rastatt sowie die Großen Kreisstädte Bühl, Gaggenau und Rastatt sind der „Initiative Klischeefrei“ beigetreten. Im Beisein der Beauftragten für Chancengleichheit unterzeichneten Landrat-Stellvertreter Dr. Jörg Peter sowie die Oberbürgermeister Hubert Schnurr, Christof Florus und Hans Jürgen Pütsch im Bühler Rathaus die Beitrittserklärung. Die von der Gattin des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender, unterstützte und von Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung getragene Initiative soll alle am Berufswahlprozess Beteiligten ermuntern, gängige Rollenklischees kritisch zu hinterfragen und die Berufswahl ohne Geschlechterklischees zu fördern.

Noch immer ist der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Deutschland stark nach Geschlecht aufgeteilt, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts. Vorstellungen zur beruflichen Eignung sind eng mit stereotypen Rollenmustern verknüpft. Dadurch beschränken sich Jugendliche in ihrer Entscheidungsfindung auf bestimmte Berufe, was wiederum zu strukturellen, ökonomischen und persönlichen Nachteilen führen kann.

Der Landkreis und die beteiligten Städte unterstützen die mit der Initiative verbundenen Ziele. Sie wollen sich verstärkt dafür einsetzen, auch durch Fortbildungsangebote, dass sie in ihren Verwaltungen in der Personalgewinnung klischeefrei agieren. Hierfür sollen Materialien auf ihre geschlechtersensible Aufbereitung hin überprüft werden. Darüber hinaus wird eine geschlechtsunabhängige Berufsorientierung gefördert, etwa durch die Mitwirkung beim Girls’ Day und Boys’ Day, an denen Mädchen technische Berufe und Jungen soziale Aufgabenfelder kennenlernen können.

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Erstellt:
14. Oktober 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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