Großbrand in Bühl: Nichts mehr zu retten

Bühl (hol/nie/ml) – Der Großbrand im Bühler Ortsteil Oberbruch ist auch am Nachmittag noch nicht gelöscht. Einsatzleiter Günter Dußmann sagt, der gesamte Gebäudekomplex der Firma Frihol sei nicht mehr zu retten.

Nichts mehr zu retten: Von dem gesamten Firmengebäude von Frihol bleibt wohl nur noch eine Brandruine.  Foto: Margull

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Nichts mehr zu retten: Von dem gesamten Firmengebäude von Frihol bleibt wohl nur noch eine Brandruine. Foto: Margull

Auch die Regenfälle vom Nachmittag brachten keine Entspannung. Wegen der Dachkonstruktion, die aus einer Kombination aus Blech und Isoliermaterial besteht, sei den Flammen nur schwer beizukommen, so Dußmann. Das Feuer war in der Nacht in einer Lagerhalle ausgebrochen, breitete sich am Vormittag auf die Auslieferungshalle aus und hat mittlerweile den gesamten Gebäudekomplex erfasst. Man lasse das Gebäude jetzt kontrolliert niederbrennen, so der Feuerwehrchef. „Das ist ein Totalschaden“, sagt er. Das Hauptaugenmerk der Feuerwehr gelte nun der Qualmentwicklung. Sie soll so gering wie möglich gehalten werden. „Eine solche Rauchwolke wie heute um die Mittagszeit habe ich während meiner Feuerwehrtätigkeit noch nie gesehen“, so Dußmann. Die Warnung an die Bevölkerung, Fenster und Türen geschlossen zu halten, gilt immer noch. Schon am Vormittag waren die Einsatzkräfte vor Ort davon ausgegangen, dass sich die Löscharbeiten bis in den Abend hinziehen werden.

Der Großbrand beginnt in der Nacht in einer Lagerhalle. Foto: Bernhard Margull

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Der Großbrand beginnt in der Nacht in einer Lagerhalle. Foto: Bernhard Margull

Laut Polizeibericht ist das Feuer aus bislang unbekannter Ursache gegen 3:35 Uhr in einer Firma in der Böschstraße in Oberbruch ausgebrochen. Bei dem Unternehmen handelt es sich um den Stammsitz eines der größten Pilzhandelsunternehmen Europas, der Firma Frihol. Die ausgerückten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei konnten alle unmittelbar angrenzend schlafenden Anwohner warnen. Laut BT-Informationen konnten 13 Personen evakuiert werden – ohne Blessuren. Sie wurden in einer von der Stadt Bühl zur Verfügung gestellten Unterkunft vom DRK versorgt.

Wegen der immensen Rauchentwicklung gilt: Fenster und Türen geschlossen halten!  Foto: Holzmann

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Wegen der immensen Rauchentwicklung gilt: Fenster und Türen geschlossen halten! Foto: Holzmann

In Oberbruch im Einsatz sind sämtliche Feuerwehren aus Bühl, die Feuerwehren Baden-Baden und Rheinmünster sowie die Werksfeuerwehr des Mercedes-Benz-Werk Gaggenau, teilweise mit Rettungsleitern. Auch das Deutsche Rote Kreuz (Bereitschaft und Rettungsdienst) aus Bühlertal, Sasbach und Bühl sowie das Technische Hilfswerk helfen.

Zeitweise war am Vormittag die Straße zwischen der Autobahn und Oberbruch gesperrt. Der Brandgeruch war bis weit in die Region zu riechen. Eine gelb-schwarze Rauchwolke schwebte über Oberbruch.

Über die Warn-App Nina wurden Anwohner über die massive Rauchentwicklung informiert und gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Diese Warnung gilt weiterhin, die Rauchentwicklung ist immens. Über Ursache und Schadenshöhe sind noch keine Details bekannt.

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Erstellt:
1. Mai 2020, 07:30 Uhr
Aktualisiert:
1. Mai 2020, 17:21 Uhr
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