Erster Warnstreik bei Schaeffler

Bühl (fvo) – Die Premiere kann sich sehen lassen aus IG-Metall-Sicht: Rund 700 Schaeffler-Mitarbeiter nehmen am ersten Warnstreik teil. Tenor der Veranstaltung: „Es braucht mehr Druck im Kessel.“

 Hohe Beteiligung: Rund 700 Werksmitarbeiter nehmen am ersten Warnstreik bei Schaeffler teil.  Foto: Bernhard Margull

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Hohe Beteiligung: Rund 700 Werksmitarbeiter nehmen am ersten Warnstreik bei Schaeffler teil. Foto: Bernhard Margull

Von BT-Redakteur Franz Vollmer

Die Premiere war aus IG-Metall-Sicht schon mal vielversprechend. Rund 700 Schaeffler-Mitarbeiter aus dem Stammwerk und diversen Außenstellen nahmen gestern beim allerersten Warnstreik auf dem Firmenparkplatz an der Rheinstraße teil, um gegen Eingriffe in Tarifstandards zu demonstrieren. IGM-Sprecherin Maja Reusch fand knackige Töne.
„Es braucht mehr Druck im Kessel“, brachte die zweite Bevollmächtigte die Tarifverhandlungen auf den Punkt. Die erste Runde am Dienstag verlief ergebnislos. Umso froher war sie über den hohen Zuspruch. Alterssicherung, Weihnachtsgeld, Schichtzulage – die Liste der Standards ist lang, an denen die Arbeitgeberseite rüttele. Ziel der IG Metall ist neben Beschäftigungssicherung und Zukunftsgestaltung eine Stabilisierung der Einkommen. Die Forderung vier Prozent plus werde flankiert von Modellen der Arbeitszeitabsenkung mit Teilengeltausgleich und Zukunftstarifverträgen zur Verbesserung der Ausbildung. Das Entgegenkommen der Arbeitnehmer per Kurzarbeit und Sonderschicht hätte, zumal bei Corona, Gehör verdient, findet Reusch. Transformation gelinge nicht mit Arbeitsplatzeinsparen. Ihr Credo: Ein Tarifvertrag auf Augenhöhe, der einen Interessenskompromissdarstelle und verhindere, dass „Demokratie am Werkstor endet“ und „Unternehmer zum Abnehmer oder gar Wegnehmer“ mutieren. Fazit: „Lieber Stunden entlassen als Menschen.“

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Erstellt:
10. März 2021, 18:25 Uhr
Lesedauer:
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