Erinnerung an deportierte Hub-Bewohner

Ottersweier (mf) – „Wider das Vergessen“ so lautet der Titel einer neuen Broschüre, die das Klinikum Mittelbaden jetzt herausgegeben hat. Erinnert wird an NS-Gräueltaten.

Lilian Heck, Manfred Emmenegger-Kanzler und Adalbert Metzinger (von links) präsentieren die Broschüre. Foto: Martina Fuß

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Lilian Heck, Manfred Emmenegger-Kanzler und Adalbert Metzinger (von links) präsentieren die Broschüre. Foto: Martina Fuß

Von Martina Fuß

Die Schrift erinnert an die Männer und Frauen, die in der Hub lebten und 1940/41 aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen wurden. Das Ziel: die NS-Vernichtungszentren Grafeneck und Hadamar. Dorthin wurden sie deportiert und ermordet.
2019 wurde ein Mahnmal des Ottersweierer Bildhauers Manfred Emmenegger-Kanzler direkt am Eingang zum Park beim Weinbrenner-Haus errichtet. Die mit vielen Fotos gestaltete Broschüre setzt die Gräueltaten des „Euthanasie-Programms“ in Bezug zu diesem Mahnmal und erinnert an 410 Menschen, die aus der Hub abtransportiert und überwiegend in Grafeneck grausam ermordet wurden. Adalbert Metzinger und die kaufmännische Leiterin des Pflege- und Betreuungszentrums Hub, Lilian Heck, zeichnen für die Broschüre verantwortlich. Metzinger hat die Geschichte der Deportation recherchiert und textlich aufgearbeitet.

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Erstellt:
29. Juli 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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