Durstige Bäume: Wasserkur für den Bühler Stadtgarten

Bühl (efi) – Aufgrund der anhaltenden Trockenheit wird erstmals seit Jahren auch der Bühler Stadtgarten beregnet. Knapp 230 grüne Wassersäcke für durstige Bäume sind im Stadtgebiet im Einsatz.

Rund 230 grüne Wassersäcke sind im Stadtgebiet verteilt – hier in der Rheinstraße. Foto: Edith Fischer

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Rund 230 grüne Wassersäcke sind im Stadtgebiet verteilt – hier in der Rheinstraße. Foto: Edith Fischer

Von Edith Fischer

Uwe Schultheiß, Chef der Stadtgärtnerei und technischer Leiter des Bühler Bauhofs, wünscht sich sehnlichst ergiebigen Niederschlag, „am besten zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens“. Seine Mannschaft rückt derzeit täglich mit Wassertanks und Schläuchen aus, um die darbenden Pflanzen vor dem Verdursten zu retten. Bislang hat das Bauhof-Team das Problem im Griff. Kein Wunder, haben die Mitarbeiter doch den dritten Hitzesommer in Folge wertvolle Erfahrungen gesammelt. Nicht nur Wälder und Landwirtschaft, auch das städtische Grün ächzt unter Sonne, anhaltend hohen Temperaturen und zu geringen Niederschlägen. Erstmals seit Jahren greift der Bauhof auch in den Stadtgarten ein. Die schattige innerstädtische grüne Lunge habe in den vergangenen Jahren nicht extra bewässert werden müssen, erklärt Beate Kahles vom städtischen Fachgebiet Umwelt und Außenanlagen. Die Parkanlage sei im Großen und Ganzen mit robusten und trockenresistenten Pflanzen, Gräsern und Staudenbeeten gestaltet. Seit dieser Woche kommt der Stadtgarten nun ebenfalls in den Genuss einer nachhaltigen Wasserkur. „Wir wollen vorbeugen“, begründet Kahles die Maßnahme gegen den Hitzedauerstress, nachdem auch das Frühjahr keine nennenswerten Niederschläge gebracht habe. Zwei bis drei Mal in der Woche, je nach Witterung, werden nun dort die Regner angestellt, die über einen Tiefbrunnen auf dem Stadtgarten-Areal gespeist werden. 20 Kubikmeter Wasser werden pro Bewässerungstag benötigt, hat die Verwaltung errechnet. Sollten weiterhin wenig Niederschläge fallen, werde auch noch im September und Oktober bewässert. Das helfe dem Rasen, den Sträuchern und Stauden. Die teilweise über 100 Jahre alten Baumriesen würden ebenfalls davon profitieren, sagt Kahles. Ahorn, Buche, Kastanien, Kaiserlinde, ein großer Mammutbaum und Taschentuchbäume sorgen in dem 1905 angelegten Park für Schatten und tragen zu einem angenehmeren Stadtklima bei. „Der Stadtgarten ist ein Schatz für die Stadt, der viel genutzt wird, auch von den Kindern“, stellt Kahles fest.

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Erstellt:
20. August 2020, 17:30 Uhr
Lesedauer:
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