Durchsuchungen nach Einbruch in Kiosk

Bühl/Bühlertal (red) - Die Polizei hat am Donnerstag in Bühl und Bühlertal Wohnungen durchsucht. Die Aktion stand im Zusammenhang mit dem Einbruch im Bühler Bahnhofskiosk am 20. Juli.

Das Diebesgut vom Kiosk-Einbruch konnte bei den Durchsuchungen nicht sichergestellt werden. Symbolfoto: Holger Siebnich/BT-Archiv

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Das Diebesgut vom Kiosk-Einbruch konnte bei den Durchsuchungen nicht sichergestellt werden. Symbolfoto: Holger Siebnich/BT-Archiv

Das Ziel der Durchsuchungen war, mögliches Diebesgut sicherzustellen. An der Aktion am Vormittag waren Beamte der Bundespolizei und des Polizeipräsidiums Offenburg beteiligt.

Bei dem Einbruch in den Zeitungskiosk hatte der Täter bzw. hatten die Täter einst mit einer Flasche eine Scheibe auf der Straßenseite eingeworfen. Durch das Fenster kletterten sie dann in den Kiosk und klauten mehrere Stangen Zigaretten, diverse Dosen Energydrinks sowie mehrere Rubbellose.

Beim Versuch, die Gewinne der gestohlenen Rubbellose an einer Tankstelle in Bühl einzulösen, kamen die Ermittler einem der Täter auf die Schliche. Zuvor hatten die Beamten Videoaufzeichnungen ausgewertet und waren so zwei Verdächtigen auf die Spur gekommen. Das Amtsgericht Baden-Baden erließ dann Durchsuchungsbeschlüsse.

Durch die Durchsuchung ergaben sich Hinweise auf zwei weitere Personen, sodass sich der Tatverdacht nun gegen drei irakische Staatsangehörige sowie eine serbische Staatsangehörige im Alter zwischen 14 und 21 Jahren richtet, die alle bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten sind. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagmorgen mit.

An den Meldeadressen der Verdächtigen konnten die Ermittler allerdings kein Diebesgut finden. Die Ermittler stellten aber digitale Speichermedien sowie Spurenträger sicherstellen, die nun ausgewertet werden.

In den polizeilichen Vernehmungen stritten zwei Tatverdächtige eine Tatbeteiligung zunächst ab, machten dann aber doch Angaben zum Einbruchdiebstahl. Teilweise belasteten sie sich gegenseitig. Angaben zum Verbleib der gestohlenen Waren machten sie nicht.

Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden hat Ermittlungsverfahren wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls eingeleitet.

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Erstellt:
24. Juli 2020, 11:06 Uhr
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