Besuch auf der Straußenfarm in Schwarzach

Rheinmünster (vr) – Das Federvieh der Superlative war wegen seines Fleisches und Leders sowie seiner Federn zeitweise für den Menschen von so großem Interesse, dass es in vielen seiner Heimatregionen nahezu ausgerottet war. Als beispielsweise im 18. Jahrhundert Straußenfedern als Hutschmuck der reichen Damen Europas en vogue waren, nahm die Jagd auf diese Vögel solche Ausmaße an, dass sie tatsächlich den Bestand der Art bedrohten.

Stolzer Gang: Der Blauhals-Strauß fühlt sich in den weitläufigen Gehegen sehr wohl. Gerade die Hähne bringen es auf eine beeindruckende Größe. Foto: Rechel

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Stolzer Gang: Der Blauhals-Strauß fühlt sich in den weitläufigen Gehegen sehr wohl. Gerade die Hähne bringen es auf eine beeindruckende Größe. Foto: Rechel

Von Veruschka Rechel

Doch davon kann heute keine Rede mehr sein, und vor allem nicht bei den Blauhalsstraußen, wie sie Rudi Zimmer auf seiner Straußenfarm in Schwarzach bei Rheinmünster züchtet. „Ihre Federn sind nicht so schön wie bei den Schwarzhalssträußen, dafür haben sie mehr Fleisch auf den Rippen“, erklärt der Strauß-Experte. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich schon mit der Haltung und Zucht von Straußen. 2004 fing er mit einem Hahn und drei Hennen an. Inzwischen hat er vier Hähne und elf Hennen, die ihm pro Jahr rund 100 Jungtiere für Fleisch bringen. Da es mager, eiweißreich und im Vergleich zu anderen Fleischarten sehr cholesterinarm ist, gilt es zunehmend als kulinarischer Trendsetter. Eine erstaunliche Karriere für eines der ältesten Tiere der Welt.

Der Strauß hat die größten Augen aller Landwirbeltiere mit Wimpern, die eigentlich Federn sind. Foto: Rechel

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Der Strauß hat die größten Augen aller Landwirbeltiere mit Wimpern, die eigentlich Federn sind. Foto: Rechel

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Erstellt:
24. Juni 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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