Bühler Feuerwehr hat Wassermassen im Griff

Bühl/Bühlertal/Ottersweier (marv) – Etwas mehr als zweijährliches Hochwasser (1,20 Meter) führte gestern Vormittag die Bühlot. Die Bühler Feuerwehr pumpte deshalb prophylaktisch Oberwasser aus dem Regenwasserkanal unter dem Johannesplatz in die Bühlot.

Die Bühler Feuerwehr pumpt Regenwasser ab und leitet es in die Bühlot ein. Foto: Margull

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Die Bühler Feuerwehr pumpt Regenwasser ab und leitet es in die Bühlot ein. Foto: Margull

Die andauernden Regenfälle haben im Bühler Raum, anders als beispielsweise in Baden-Baden, keine größeren Schäden angerichtet. Die Bühlot führte gestern Vormittag zwar zeitweilig etwas mehr als zweijährliches Hochwasser, die extra dafür gebauten Rückhaltebecken hielten das Wasser aber zurück.

Das Amt für Bevölkerungsschutz warnte gestern vor ergiebigem Dauerregen und Hochwasser. Diese Warnung gilt bis zum heutigen Dienstag um 12 Uhr. Infolge des Dauerregens seien Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich.

Die Bühlot führt im Bühler Raum aktuell den höchsten Wasserstand: „Oberhalb des Schiebers steht der Pegel bei 1,80 bis 1,85 Meter“ sagte Viviane Walzok, Geschäftsführerin des Zweckverbands Hochwasserschutz Baden-Baden/Bühl gestern dem BT und präzisierte: „Die Bühlot haben wir im Stadtgebiet auf 1,20 Meter begrenzt.“ Gestern Vormittag sei der Pegel „etwas“ über dem zweijährlichen Hochwasser gewesen. „Wir waren schon die ganze Nacht im Einsatz (von Sonntag auf Montag, Anm. d. Red.) und bleiben in Rufbereitschaft, da weiterer Regen angesagt ist“, kündigte Walzok an. Es funktioniere alles im Regelbetrieb, die Rückhaltebecken – unter anderem das in Eisental – hielten das Wasser zurück.

Der einzige Einsatz, den die Feuerwehr Bühl diesbezüglich gestern (bis Redaktionsschluss) hatte, war laut Günter Dußmann, dem Leitenden Stadtbrandmeister, „rein vorsorglich“. Drei Feuerwehrleute haben die Bühlot ab vier Uhr nachts mithilfe eines Schiebers vom Regenwasserkanal unterhalb des Johannesplatzes getrennt, um zu vermeiden, dass der erhöhte Pegelstand verhindert, dass das Oberwasser abfließen kann und das gestaute Wasser anschließend aus den Gullys drückt.

Über festinstallierte Rohre werde das Wasser mit einer großen Pumpe abgepumpt und in die Bühlot eingeleitet, die laut Dußmann noch Wasser aufnehmen kann.

„Noch kein dramatisches Hochwasser“

Thomas Heitzmann, der stellvertretende Bauamtsleiter von Bühlertal, gab ebenfalls Entwarnung: „Die Bühlot hat zwar an manchen Stellen einen anderthalb Meter höheren Pegelstand, aber noch kein dramatisches Hochwasser.“ Sein Team sei bisher lediglich ausgerückt, um Schächte und Straßen von angespültem Schmutz zu befreien. Auch kleinere Gewässer wie der Hirschbach oder der Wiedenbach seien noch nicht über die Ufer getreten.

Am südlichen Ortsausgang von Ottersweier in Richtung Sasbach hat sich gestern auf einem überfluteten Wiesengelände ein kleiner See gebildet. Sichtlich wohl fühlte sich eine Schar Enten, die in dem zeitweiligen Refugium ihre Runden drehte. Der örtliche Bauhof musste den Radweg in diesem Bereich, der ebenfalls unter Wasser stand, sperren.

Der Deutsche Wetterdienst kündigte an, dass die Regenfälle noch bis heute anhalten.

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Erstellt:
4. Februar 2020, 00:00 Uhr
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