Bühler Amtsgericht spricht 45-jährigen Angeklagten frei

Bühl (bgt) – Der Schlag mit dem Besenstiel wurde nicht bewiesen: Die Staatsanwaltschaft lässt die Anklage wegen Körperverletzung fallen. Auslöser: ein gestohlener Kochtopf in einem Flüchtlingsheim.

Anklage wegen Körperverletzung mit Besenstiel fallen gelassen.  Foto: Friso Gentsch / dpa

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Anklage wegen Körperverletzung mit Besenstiel fallen gelassen. Foto: Friso Gentsch / dpa

Von Bodo Toussaint

So jedenfalls formuliert es die Anklage der Staatsanwaltschaft am Amtsgericht Bühl, und der Angeklagte ist ob dieser Anschuldigung vollkommen konsterniert. Seinem Wortschwall auf Arabisch kann der Dolmetscher kaum folgen: „Ich weiß nicht, warum ich hier sitze! Eigentlich müsste doch er angeklagt werden“, stößt der 45-jährige Iraker aufgebracht hervor. Das zielt auf den Geschädigten, auf den er definitiv nicht gut zu sprechen ist. Der soll nach seiner Darstellung unentwegt etwas klauen und Zigaretten von ihnen erbetteln. An diesem Abend habe dann der besagte Kochtopf gefehlt, und da seien er und seine Frau zu ihm gegangen, weil sie ihn in Verdacht gehabt hätten. Sie hätten bei ihm dann auch den Topf mit Essen gefunden und der Angeklagte habe zu randalieren begonnen. Wie des Öfteren, sei er wieder betrunken oder voll mit Drogen gewesen.

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Erstellt:
7. April 2021, 11:00 Uhr
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