Bühl: Pilgern durch die Natur

Bühl (red) – Meditationen und das gemeinsame Nachdenken standen im Mittelpunkt einer Wanderung von 15 Frauen.

Eine Pilgerinnenwanderung unternimmt die Frauengemeinschaft.  Foto: Gabriele Volz-Wetzel

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Eine Pilgerinnenwanderung unternimmt die Frauengemeinschaft. Foto: Gabriele Volz-Wetzel

Die katholische Frauengemeinschaft St. Peter und Paul hatte im Rahmen einer bundesweiten Aktion der Frauengemeinschaft (kfd) zu einer nachhaltigen Pilgerinnenwanderung in das Naturschutzgebiet Waldhägenich eingeladen. Das Motto lautete: „Frauen, wem gehört die Welt?“ 15 Frauen folgten der Einladung trotz regnerischem Herbstwetters und – der Himmel hatte ein Einsehen: während der dreistündigen Pilgerwanderung blieb es trocken, heißt es in einer Mitteilung.

An vier Stationen gab es Impulse zum Betrachten und Bestaunen der herbstlichen Natur. Zum Einstimmen wurde jeweils gemeinsam eine Strophe des Liedes „Laudato si“ zum Lobpreis des Schöpfers der Erde, des Himmels, der Meere und aller Lebewesen gesungen. Dem intensiven Betrachten eines Baumes mit der Beschaffenheit seiner Rinde, seiner Blätter und Früchte, dem Einschätzen seines Alters, der Größe seiner Wurzel und Krone folgte eine meditative Übung für die Frauen.

Die nächste Station machte eindrücklich auf die Ausbeutung der Natur, die Steigerung des individuellen Energieverbrauchs heute im Vergleich zur Lage vor 40 Jahren aufmerksam. Im Gebet für unsere Erde aus der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus wurde um Kraft für jeden Einzelnen zum Erhalt der Natur gebetet, für den Mut zum Einsatz für Klimagerechtigkeit und eine sozial gerechte Energiewende.

Blick auf die Landschaft

Vom Hochwasserdamm aus eröffnete sich den Pilgerinnen ein großartiger Blick über die herbstliche Landschaft mit Feldern, zum Teil bereits abgeerntet, auf Wiesen mit einer weidenden Schafherde und den angrenzenden Wald. Weitblick war auch für den nächsten Programmpunkt gefordert: Einsatz für eine nachhaltige Landwirtschaft sowie faire und nachhaltige Arbeitsbedingungen weltweit, heißt es in der Mitteilung weiter. Saisonales, regionales Einkaufen und Nutzung des Angebotes fair gehandelter Waren aus dem „Treffpunkt Weltladen“ in Bühl wurden als Beitrag zur Existenzsicherung der Landwirte vor Ort und in den Entwicklungsländern der Welt genannt. Als sinnliches Genusserlebnis zum sofortigen Verkosten gab es fair gehandelte Schokolade aus dem Weltladen.

Thema bei der vierten Station war der Ressourcen- und Umweltschutz durch Abfallvermeidung. Beim gemeinsamen Nachdenken kam eine Fülle von Vorschlägen zusammen, die bereits von einzelnen Frauen mit Erfolg praktiziert wurden. Die Ideen wurden begeistert aufgenommen und ermutigen zur Nachahmung.

Nach sechs Kilometern Wegstrecke kamen die Frauen körperlich bewegt, geistig inspiriert und spirituell gestärkt zum Ausgangspunkt zurück. Alle waren sich einig, dass die Gemeinschaft und der Gedankenaustausch besonders in Zeiten der Pandemie sehr wohltuend waren und dankten den Organisatorinnen Ulrike Müller, Ruth Trenkle und Anja Krauß.

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Erstellt:
13. Oktober 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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