Bühl: Kleine Rucksäcke für Jungstörche

Bühl (mf) – Großer Bahnhof am Dienstag in Oberweier: Fernseh- und Radioteams, der Bühler Oberbürgermeister mitsamt Rathaus-Mitarbeiter, drei promovierte Biologen und drei Storcheneltern sind vor Ort.

Wolfgang Fiedler von der Max-Planck-Forschungsgruppe bringt den Sender an. Foto: Martina Fuß

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Wolfgang Fiedler von der Max-Planck-Forschungsgruppe bringt den Sender an. Foto: Martina Fuß

Von Martina Fuß

Die Aufmerksamkeit gilt den jungen Störchen, die auf dem Schuldach in Oberweier ihr Zuhause haben. Zwei von ihnen, es sind Matthias und Mathilde, erleben ein großes Abenteuer. Sie werden aus ihrem Nest geholt, beringt und „besendert“. Das heißt, sie bekommen einen kleinen Rucksack umgebunden. Dieser enthält einen mit Solarzellen betriebenen Sender, der den Forschern zeigen wird, wie die beiden Störche ihr Dasein künftig so verbringen. „Von diesem Sender erhalten wir alle zwanzig Minuten ein GPS-Signal. Damit können wir nun ihr Leben lang verfolgen, was sie tun und wo sie sind, wie sie sich bewegen, ob sie ruhen oder gehen, ob sie segeln oder ihre Flügel schlagen. Vor allem aber können wir ihre Flugrouten nachvollziehen“, erklärt Wolfgang Fiedler von der Max-Planck-Forschungsgruppe Verhaltensbiologie Radolfzell. „Derzeit fliegen unsere Störche die Westroute Richtung Spanien zu den Mülldeponien. Diese Deponien wachsen zu oder werden abgebrannt. Da sind wir gespannt, wie die Störche reagieren, ob sie etwa weiter fliegen nach Marokko.“

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Erstellt:
23. Juni 2021, 11:00 Uhr
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