Amtsgericht Bühl stellt Verfahren wegen Bedrohung ein

Bühl (bgt) – Das Durcheinander einer vermeintlichen Bedrohung in einer Asylantenunterkunft konnte auch am zweiten Verhandlungstag am Amtsgericht in Bühl nicht entwirrt werden.

Das Amtsgericht stellt das Verfahren wegen des Vorwurfs der Bedrohung ein.  Foto: Uli Deck/dpa

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Das Amtsgericht stellt das Verfahren wegen des Vorwurfs der Bedrohung ein. Foto: Uli Deck/dpa

Von Bodo Toussaint

Die Aussage eines weiteren Zeugen hätte eigentlich Aufschluss darüber geben sollen, ob der Angeklagte tatsächlich ein Messer in der Hand gehalten, oder wer eigentlich wen bedroht hatte. Der angeklagte Asylsuchende aus Kamerun (über dessen Asylgesuch nach acht Jahren Deutschlandaufenthalt noch immer nicht entschieden ist) war jedenfalls von seinen Mitbewohnern, einem bulgarischen Ehepaar, bezichtigt worden, sie mit einem großen Küchenmesser in der Gemeinschaftsküche bedroht zu haben. „Ich schneide euch allen den Kopf ab“, soll er im betrunkenen Zustand gewütet haben. Es komme des Öfteren vor, hatte das bulgarische Paar ausgesagt, dass man den Angeklagten betrunken in der Küche antreffe und er regelmäßig ausfallend werde. „Wir seien alle Rassisten, hat er immer behauptet. Dabei haben wir ihm schon oft geholfen, wenn er mal nichts zu essen hatte“. Und an diesem Tag sei es besonders schlimm gewesen. Auf die Beleidigungen habe man zuerst gar nicht reagiert, doch dann habe der Angeklagte plötzlich das Messer in der Hand gehalten und gefährlich mit ihm herumgefuchtelt.

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Erstellt:
3. November 2020, 11:00 Uhr
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