49-Tonnen-„Badewanne“ mit Überlauf in die Bühlot

Bühl (red) – Ein unterirdisches Entlastungsbauwerk an Kreuzung Gartenstraße/Schulstraße soll künftig in Bühl durch Hochwasser verursachte Probleme vermeiden.

•Millimeterarbeit: Das schwere Schachtbauwerk wird langsam in die vorgefertigte Baugrube eingesetzt.  Foto: Stadt Bühl

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•Millimeterarbeit: Das schwere Schachtbauwerk wird langsam in die vorgefertigte Baugrube eingesetzt. Foto: Stadt Bühl

Die Sanierung der Gartenstraße kommt voran. Eine wichtige Maßnahme des Großprojekts, das im Mai kommenden Jahres abgeschlossen sein soll, war am Dienstag das Einsetzen eines Entlastungsbauwerks ins Kanalsystem an der Kreuzung Gartenstraße/Schulstraße. Unter Aufsicht von Bauleiter Christian Hensel von der Firma Weiss seien die Arbeiten bereits nach 45 Minuten erledigt gewesen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Mit einem Autokran der Firma Mohr wurde das 49 Tonnen schwere Schachtbauwerk aus Beton in die vorgefertigte Baugrube gehoben. Zuvor war die Betonvorrichtung, die 6,30 Meter lang, 2,70 Meter hoch und 3,70 Meter breit ist, mit einem Schwertransporter angeliefert worden.

Bauwerk geht in vier Monaten in Betrieb

Das Entlastungsbauwerk soll dafür sorgen, dass sich das Kanalwasser im Notfall, etwa bei Starkregen, nicht auf der Straße staut, sondern direkt in die Bühlot abfließt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 50000 Euro. Das neue Bauwerk muss noch ans Netz angeschlossen werden und geht voraussichtlich in rund vier Monaten in Betrieb.

An der Stelle laufen die Kanäle der Gartenstraße, der Tucherstraße, der Karl-Reinfried-Straße und der Schulstraße zusammen. Laut Schuchter funktioniert der Betonkoloss, den die Beton Müller GmbH hergestellt hat, wie eine Badewanne. „Wenn zu viel Wasser reinkommt, läuft die Wanne über beziehungsweise über den Abfluss ab – in diesem Fall eben in die Bühlot.“ Im Fall der Fälle sei das auch deshalb möglich, weil im Vorfeld bei Hochwasser der Bühlot bereits ein großer Teil des Wassers in dem Bach über den Renate-Stollen bei Altschweier in das Rückhaltebecken nach Eisental abgeleitet wird.

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Erstellt:
27. August 2020, 11:03 Uhr
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