340.000 Euro für Straßensanierungen in Bühlertal

Bühlertal (red) – 340.000 Euro hat die Gemeinde Bühlertal in diesem Jahr für Maßnahmen im Straßenbau zur Verfügung gestellt. Darunter war auch so manche überraschende Planänderung.

340.000 Euro für Straßensanierungen in Bühlertal

Neuer Belag, neues Gesicht: Die Brücke beim Denniweg ist komplett saniert worden. Foto: Gemeinde Bühlertal

Sage und schreibe 70 Kilometer Straßen und 28 Brücken hat die Gemeinde Bühlertal zu unterhalten. Für 2020 hatte die Verwaltung allein für den Straßenbau zusammen mit dem Gemeinderat 340.000 Euro an Mitteln für Sanierungen zur Verfügung gestellt. Aufgeteilt werden die Mittel nach einer Prioritätenliste unter Berücksichtigung der vorliegenden Schäden.

Oft kämen jedoch unvorhergesehene Dinge dazwischen, die eine Änderung der Planungen nötig machen, schreibt die Gemeinde in einer Pressemitteilung. Beispielsweise sei aufgrund eines Wasserrohrbruches am 18. Januar dieses Jahres in der Haabergstraße ein umfangreicher Schaden an der Straße und der Stützmauer im Bereich des Anwesens Haus Nummer 19a entstanden. Straße und Stützmauer wurden unterspült und sind teilweise weggebrochen. Da Gefahr im Verzug war, musste dieser Schaden baldmöglichst behoben werden. Die Kosten beliefen sich auf rund 103.000 Euro.

Die für 2020 geplante Teilsanierung des Eugen-Seelos-Weges (unterer Abschnitt zwischen Albert-Schneble-Straße bis zum Abzweig Im Langenbosch), die mit 90.000 Euro eingeplant war, musste deshalb auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Planmäßig durchgeführt wurde die Sanierung der Brücke beim Denniweg. Bei den Instandsetzungsarbeiten am Brückenkörper wurden laut Gemeinde folgende Arbeiten durchgeführt: Abbruch der bestehenden Brüstungen, Rückbau der vorhandenen passiven Schutzeinrichtung, Ausbau der bituminösen Decke, Betoninstandsetzung, Betonage neuer Kappen und Wiederherstellung des bituminösen Belages, Installation eines neuen Stahlgeländers.

Auch Trockenmauern saniert

Zusätzlich zur Instandsetzung der Brücke war in den Anschlussbereichen der vorhandene bituminöse Straßenbelag auf einer Länge von circa 50 Metern aufgrund des desolaten Zustandes und der Böschungsanschlüsse komplett zu erneuern. Dabei musste die unterstromige Böschung durch abgestufte Mauerscheiben gesichert werden. Der bestehende Ablauf im Hangbereich wurde zurückgebaut und in den Straßenbereich verlegt. Die vorhandenen Einbauteile, Abläufe und Schächte im Denniweg wurden höhenmäßig angepasst. Der Gesamtauftrag wurde im April 2020 mit Kosten von insgesamt etwa 200.000 Euro vergeben. Die Maßnahme konnte nun mit rund 169.000 Euro – also mit Minderkosten in Höhe von rund 31.000 Euro – abgeschlossen werden.

In den vergangenen Wochen wurde in der Brombachstraße eine Stützmauer erneuert. Aus verkehrssicherungstechnischer Sicht sei dies dringend notwendig gewesen und konnte nun noch vor dem Winter realisiert werden. Die Kosten hierfür einschließlich der Arbeiten am Unterbau und der Asphaltarbeiten beliefen sich auf circa 19.000 Euro.

Sicherungsmaßnahmen waren auch wieder am Engelsberg notwendig, wo einige Trockenmauern fachgerecht saniert wurden. Am Engelsberg befinden sich rund 184 Trockenmauern, unterteilt in 218 Abschnitte, mit einer Länge von circa 4.510 Metern. Diese sind meist in gutem bis mäßig gutem Zustand, jedoch wurde durch Begehungen und nach Hinweisen festgestellt, dass bestimmte Abschnitte schadhaft und teilweise einsturzgefährdet sind. Zur Planung der Wiederherstellungsarbeiten wurden 2019 zusammen zwei betroffene Trockenmauerbereiche geprüft, eine Kostenschätzung erstellt und ein Antrag für die Förderung als Naturpark-Projekt gestellt. Die Ausführung der Arbeiten ist aus naturschutzfachlichen Gründen nur von Mitte August bis Ende September möglich. Die Arbeiten wurden nun im September durchgeführt. Die Kosten belaufen sich auf etwa 23.000 Euro brutto und werden zu 70 Prozent vom Nettobetrag durch den Naturpark gefördert, informiert die Gemeinde.