Wenn sie mal stehen, dann stehen sie!

Baden-Baden (fvo) – BT-Redakteur Franz Vollmer setzt sich glossierend mit dem antiquiert anmutendem Skateboard-Verbotshinweisschilder zwischen Fieserbrücke und Sophienstraße auseinander. Die „Riesenhalfpipe“ zwischen Theater und „Leo“ könnte gerade auf dem coronabedingt relativ leeren Asphalt ein Mekka für Skater werden, wäre da nicht diese Regelung aus den wilden 90ern.

Ein bisschen Idylle in Zeiten von Corona: Ein Pärchen fährt auf einem Skateboard unter blühenden Kirschbäumen.  Symbolfoto: Fabian Sommer/dpa

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Ein bisschen Idylle in Zeiten von Corona: Ein Pärchen fährt auf einem Skateboard unter blühenden Kirschbäumen. Symbolfoto: Fabian Sommer/dpa

Von Franz Vollmer

Es sind in der Tat ausgesprochen harte Tage für Freizeitsportler und Funsportfetischisten. So gesehen ist er fast etwas zynisch, jener zarte Skateboard-Verbotshinweis zwischen Fieserbrücke und Sophienstraße, im besten Falle antiquiert. Doch wenn sie mal stehen, stehen sie halt, so Schilder. Dabei wäre jetzt, so kurz vor Rückkehr der Bistroscharen und Eiszeitwilligen zur Abwechslung mal wirklich Platz auf dem Asphalt. Und es braucht wenig Fantasie, um sich den Bereich zwischen Theater/Werderstraße und „Leo“ als Riesenhalfpipe vorzustellen: Ein Move über die offene Oos – die perfekte Challenge für die Insta-Story. Das Dumme daran: Skateboard (nicht Longboard) ist halt wirklich nicht mehr so super up to date. Da wäre es ja fast sinnvoller, Waveboard, Wellenreiten oder Kajak auf der freigelegten Oos zu verbieten. Die Schilder stammen halt, wie Stadtpressesprecher Roland Seiter einräumt, aus den wilden 90ern, als Skater noch durch die City bretterten, die Theatertreppe schnöde als Schanze missbrauchten (unschöne Steinabplatzungen inklusive) und arglose Leute übern Haufen fuhren. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Die Stadt baute vis-à-vis vom Schulzentrum West eine großzügige Bahn, die nur leider nicht angenommen wurde. Weil 1. der Weg von der Bushaltestelle am Schweigrother Platz (500 Meter) einfach too much war, weil 2. die Bahn zu ambitioniert war und sie 3. im Zuge der Deponiesanierung eh abgerissen wurde. Aber es gibt ja noch das Euraka-Gelände in der Cité. Fast ein Katzensprung, wenn man die Oos nimmt ...

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Erstellt:
8. Mai 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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