Thermenhotel: Zweite Etage erreicht

Fertigstellung weiter für Mitte 2023 geplant / Gestaltungsbeirat befasst sich mit den Stützmauern

Der Rohbau wächst: Auch Materialengpässe halten die Bauarbeiten am Thermenhotel nicht auf. Foto: Henning Zorn

© hez

Der Rohbau wächst: Auch Materialengpässe halten die Bauarbeiten am Thermenhotel nicht auf. Foto: Henning Zorn

Von BT-Mitarbeiter Henning Zorn

Nach einem schwierigen Start mit erheblichen Verzögerungen kommen die Arbeiten am Neubau des „Hotels an den Thermen“ auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses nach Aussage des Architekten gut voran. Mitte 2023 will man fertig sein. Nun beschäftigte sich erneut der städtische Gestaltungsbeirat mit dem Vorhaben.

Genehmigungsprobleme hatten den Beginn der Bauarbeiten am „Hotel an den Thermen“ stark verzögert, doch inzwischen kann sich Architekt Christian Post darüber freuen, dass der Rohbau bereits die zweite Etage erreicht hat. Im Gespräch mit dieser Zeitung betonte er am Rande der jüngsten Sitzung des Gestaltungsbeirats, dass der Zeitplan trotz der Corona-Pandemie bislang eingehalten werden konnte. Zwar werde man inzwischen auch mit Materialengpässen konfrontiert. Dennoch sei man zuversichtlich, so Post, dass es bei der anvisierten Fertigstellung des Vier-Sterne-Hotels mit über 130 Doppelzimmern Mitte nächsten Jahres bleibe.

Stützmauern im Fokus

Um dies zu erreichen, wird man auch die Wünsche des Gestaltungsbeirats berücksichtigen müssen. Diese betreffen aktuell die dominanten Stützmauern im künftigen Bereich des Haupteingangs und der Autozufahrt dorthin. Bereits in seiner Februar-Sitzung hatte sich der Beirat mit dem Thema befasst, nachdem bekannt geworden war, dass diese Mauern entgegen ursprünglichen Planungen aus Beton gefertigt werden sollen. Damals unterstrichen die Experten, dass banale geschalte Betonwände an einem solchen sensiblen Standort nicht vorstellbar seien, da sie hier als zweigeschossige Fassade wirken und das Bild des Gebäudes nachhaltig prägen.

Gefordert wurden vor allem Strukturierungen der Maueroberfläche, zum Beispiel durch die Verwendung von Matrizen. Das sind Schalungseinlagen, die es erlauben, im Beton individuelle Strukturen zu verankern. Eine Begrünung sei nur als Ergänzung einer gut strukturierten Mauer denkbar.

Rankgerüste sollen optisch aufwerten

Architekt Christian Post stellte nun dem Gestaltungsbeirat die aktuellen Planungen für die großen Mauern vor. So will man für die gewünschten Strukturierungen des Mauerwerks sorgen. Als besonderes Element sind aber auch Begrünungen durch den Einsatz von Rankgerüsten vorgesehen. Dort will man zum Beispiel wilden Wein, immergrünes Geißblatt und Kletterhortensien wachsen lassen.

Die Vorsitzende des Gestaltungsbeirats, Stefanie Eberding, würdigte die Strukturierungspläne, sah aber noch Verbesserungsmöglichkeiten. Mit kleinen Maßnahmen könne man hier große Wirkungen erreichen. Wünschenswert sei es, die Gliederungen der Mauern mehr auf die Fassadenstrukturen des Hotel-Neubaus abzustimmen. Bei der Mauerbegrünung komme es darauf an, dass diese zumindest teilweise auch im Winter sichtbar sei.

Grundsätzlich möchte der Gestaltungsbeirat auch noch mehr Grün vor allem an der oberen Mauer sehen. Dies dürfe „nicht zu kümmerlich“ ausfallen. Daher werde auch ein wirksames Bewässerungssystem gebraucht. Ebenso schlägt der Beirat vor, im Eingangsbereich des Hotels noch den einen oder anderen Baum zu pflanzen.

Zum Artikel

Erstellt:
20. Mai 2022, 17:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.