Stadt kauft tausende FFP2-Masken

Baden-Baden (hol) – Der Hauptausschuss des Gemeinderats hat am Monatagabend grünes Licht dafür gegeben, dass die Verwaltung 100.000 Einweg-Masken der Schutzklasse FFP2 kaufen kann, um ihre Mitarbeiter vor dem Coronavirus zu schützen.

Am Freitag sollen die FFP2-Masken in Baden-Baden ankommen. Foto: Christian Beutler/KEYSTONE/dpa

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Am Freitag sollen die FFP2-Masken in Baden-Baden ankommen. Foto: Christian Beutler/KEYSTONE/dpa

Von Harald Holzmann

Nur FDP-Stadtrat Rolf Pilarski stimmte dagegen, AfD-Vertreter Kurt Hermann enthielt sich.

Der Verwaltung liegen zwei Angebote vor für eine Lieferung von Masken aus vietnamesischer oder aus chinesischer Produktion am kommenden Freitag. Die Kosten hierfür liegen bei 416.500 beziehungsweise bei knapp 467.500 Euro.

Welche Maskensorte am Ende angeschafft wird, soll das Klinikum Mittelbaden entscheiden, das die Qualität anhand von Musterexemplaren einschätzen soll. Zudem wurden von der Verwaltung für 170.000 Euro 200.000 einfache OP-Schutzmasken geordert. Wie Oberbürgermeisterin Margret Mergen informierte, kommen sie dort zum Einsatz, wo Mitarbeiter Kundenkontakt haben und noch kein ausreichender Spuckschutz in Form von Plexiglasscheiben besteht.

Masken für Mitarbeiter, die nicht immer Mindestabstand einhalten können

Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes, des allgemeinen Sozialen Dienstes, der Heimaufsicht und Ersthelfer wurden in der Sitzung als mögliche Empfänger der FFP2-Masken genannt, die einen weitaus höheren Schutz bieten als die einfachen OP-Masken. „Immer dann, wenn Mitarbeiter bei der Ausübung ihrer Tätigkeit unter Umständen nicht den ausreichenden Mindestabstand einhalten können, werden diese Masken eingesetzt“, sagte Astrid Mehrfeld, die bei der Verwaltung derzeit für den Bereich zuständig ist.

Hauptargument gegen einen städtischen Kauf war, dass dadurch der allgemeine Mangel an Masken selbst im medizinischen und pflegerischen Bereich angeheizt werden könnte. Die Befürworter betonten, dass es auch bei der Stadtverwaltung stark gefährdete Mitarbeiter gebe und dass es eine Fürsorgepflicht der Verwaltung für die Mitarbeiter gebe.

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Erstellt:
21. April 2020, 14:00 Uhr
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