Lückenschluss zwischen Sinzheim und Schiftung

Sinzheim (nie) – Die Stabsgemeinde wird ein Stück Radweg in Eigenregie bauen und so einen wichtigen Lückenschluss vornehmen. Das hat der Gemeinderat gebilligt.

Vom Radweg auf die Straße soll in Zukunft nicht mehr nötig sein: In Richtung Schiftung/Leiberstung soll der Radweg weiter gebaut werden. Foto: Huck

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Vom Radweg auf die Straße soll in Zukunft nicht mehr nötig sein: In Richtung Schiftung/Leiberstung soll der Radweg weiter gebaut werden. Foto: Huck

Von Nina Ernst

Während der Lückenschluss der B3 neu auf sich warten lässt, hat die Gemeinde Sinzheim am Mittwoch einen Schritt in Richtung eines anderen Lückenschlusses gemacht: Der Gemeinderat hat den Vorentwurf für den fehlenden Radweg entlang der L80 zwischen Sinzheim und Schiftung gebilligt.

Bauamtsleiter Eberhard Gschwender erläuterte, dass das Regierungspräsidium Karlsruhe im Dezember keine Maßnahmen für den Bau des Radwegs in Aussicht gestellt hatte. Die Gemeinde könne den Weg aber in Eigenregie bauen. Dies soll nun geschehen.

Brücke aus Holz oder aus Metall?

Dementsprechend wird die Planung so vorangetrieben, dass bis zum 30. September der Antrag beim Land für eine mögliche Förderung gestellt werden kann. Das beauftragte Planungsbüro stellte in der Sitzung Gesamtkosten für den Bau von rund 365000 Euro vor, notwendige Ausgleichsmaßnahmen seien darin aber noch nicht enthalten. Gefördert würden 50 Prozent der Bruttobaukosten, also zirka 161000Euro. Bürgermeister Erik Ernst plädierte dafür, die Chance auf Förderung zu nutzen, egal „wie wir es später finanzieren“ können. Denn Gelder seien für 2021 noch keine im Haushalt eingestellt. In diesem Jahr stehen laut Bürgermeister Erik Ernst zunächst für die weitere Planung rund 30000 Euro aus.

Josef Rees (CDU) verwies auf die wohl doch nicht kommende Ostanbindung des Baden-Airpark (wir berichteten) und meinte, dass für den Radwegsbau nun eben die Gemeinde wieder in der Pflicht sei. Das Teilstück liegt nämlich im Bereich des Planfeststellungsverfahrens zur Ostanbindung. Martina Hurst von der GfS bat darum, zu prüfen, ob statt einer Stahl- oder Aluminiumbrücke über den Schinlinggraben nicht eine Holzbrücke günstiger wäre.

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Erstellt:
1. Juni 2020, 14:05 Uhr
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