Leere Sitze, finanzielle Einbußen

Baden-Baden (nof) – Die Verkehrsbetriebe Baden-Baden befördern nur noch 20 Prozent des gewohnten Fahrgastaufkommens. Wegen der der Corona-Krise bleiben viele Busse fast leer.

Busse fast ohne Fahrgäste sind derzeit ein häufiger Anblick auf den Straßen Baden-Badens. Foto: Fricke

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Busse fast ohne Fahrgäste sind derzeit ein häufiger Anblick auf den Straßen Baden-Badens. Foto: Fricke

Von Nico Fricke

Wer dieser Tage in einen der städtischen Busse steigt, dem ist eines sicher: ein Sitzplatz. Vorne, in der Mitte oder lieber hinten? Die wenigen Fahrgäste haben zumeist die freie Wahl. Die Corona-Krise zwingt den Öffentlichen Personennahverkehr bundesweit in die Knie: Auch bei den Baden-Badener Verkehrsbetrieben schauen die Verantwortlichen bangen Blickes auf die weiteren Entwicklungen.
„Es ist eine völlig ungewohnte Situation für unsere Fahrer und Fahrerinnen, in fast leeren Bussen auf Tour zu gehen“, sagt Betriebsleiter Stefan Güldner, der sich regelmäßig auch selbst hinters Steuer setzt. „Normalerweise werden wir eher mit dem Thema zu voller Busse konfrontiert“, erinnert sich Güldner an die Vor-Corona-Zeit. „Jetzt halten wir einen ÖPNV aufrecht, den nur noch wenige nutzen.“ Gerade mal noch 20 Prozent des regulären Fahrgastaufkommens verzeichnen die Verkehrsbetriebe. Eine Zahl, mit der auch andere Unternehmen im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) zu kämpfen haben. „Die zweite Märzhälfte war sehr schlecht, die erste Aprilhälfte wird sicher auch nicht besser“, sagt Güldner: „Das wird auch finanziell ein Thema.“ Der KVV rechnete jüngst mit einem Minus bei den Fahrgeldeinnahmen von rund 30 Prozent.

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Erstellt:
13. April 2020, 13:54 Uhr
Lesedauer:
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