Kurstadt verspricht: Mehr Online-Service für die Bürger

Baden-Baden (red) – Die Kommunen in der Region treiben die Umsetzung von Online-Bürgerdiensten voran. Mit von der Partie ist auch Baden-Baden.

Auch die Stadt Baden-Baden war bei dem Treffen in Gaggenau vertreten. Foto: Stadtverwaltung Baden-Baden

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Auch die Stadt Baden-Baden war bei dem Treffen in Gaggenau vertreten. Foto: Stadtverwaltung Baden-Baden

Zum 8. Fachgruppentreffen der interkommunalen Zusammenarbeit re@di – regional.digital waren die zehn Mitgliedsstädte Baden-Baden, Bretten, Bruchsal, Bühl, Gaggenau, Ettlingen, Rastatt, Rheinstetten, Stutensee und Waghäusel kürzlich zu Gast in Gaggenau. Bei diesem Treffen wurden weitere Weichen für die Umsetzung attraktiver und onlinegestützter Verwaltungs- sowie Serviceprozesse gestellt. „Wir Städte würden gerne für die Bürgerschaft attraktive Online-Servicedienste entwickeln und anbieten. Da gibt es allerdings bürokratische und organisatorische Hürden, die wir zunächst ausräumen müssen. Es geht um Abstimmungen mit dem Innenministerium, das für Baden-Württemberg federführend das Onlinezugangsgesetz umsetzt, sowie komplexe und kostenintensive Zertifizierungsprozesse“, so die beteiligten Kommunen.

Der Weg sei gespickt mit unklaren Kompetenzen und Verfahrenszuordnungen, sodass man zudem erst einmal klare Sicht schaffen müsse. Als wichtigen, ersten Schritt habe man nun eigene Hausaufgaben gemacht und die Mitarbeitenden der re@di-Städte in Schulungen mit der Firma Seitenbau für die technische Umsetzung intensiv geschult und qualifiziert. Seitenbau, die durch die Städte eigenständig beauftragt wurde, ist unter anderem Umsetzerin für landesseitig initiierte Online-Serviceprozesse. „Nachdem wir uns auf den Weg gemacht haben, hoffen wir, dass wir vom Innenministerium die nötige Unterstützung bekommen, um effizient und möglichst schnell selbst Online-Serviceprozesse modellieren zu können“, so der Appell in Richtung Stuttgart.

Meilenstein auf dem Weg zur Förderung

re@di hat sich als interkommunaler Verbund auf die Ausschreibung des Bundesinnenministeriums sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) „Smart Cities made in Germany“ beworben. Der Antrag war zustimmungspflichtig von Seiten der Gemeinderäte. Ende Juli erfolgte der letzte Gemeinderatsbeschluss positiv, sodass der Antrag nun vollständig ist und eingereicht wurde. Die zehn sehr erfolgreichen Beschlüsse in den Gemeinderäten der re@di-Städte sind nicht nur ein Votum für den Antrag – sie sind vor allem ein sehr positives Zeichen und eine Willensbekundung für die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit im re@di-Netzwerk. Alle beteiligten Städte hoffen auf eine Zusage aus Berlin, sodass mit der Förderung wertvolle Projekte für die digitale Entwicklung der Städte und der Region vorangetrieben werden können. Der re@di-Antrag sieht neben der Intensivierung des Netzwerks, den Aufbau einer kommunalen Netzinfrastruktur für Sensorik in Mittelbaden (Internet der Dinge), die Förderung bürgerzentrierter Dienstleistungen sowie den Aufbau einer Open-Source-gestützten Plattform für die Institutionalisierung der Zusammenarbeit vor.

Die IKZ re@di – regional.digital ist ein Zusammenschluss der Städte Baden-Baden, Bretten, Bruchsal, Bühl, Gaggenau, Ettlingen, Rastatt, Rheinstetten, Stutensee und Waghäusel. Moderiert und beratend begleitet wird der Zusammenschluss durch die Agentur bächle & spree aus Freiburg.

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Erstellt:
7. August 2020, 10:22 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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