Glockenkonzert von Baden-Badener Stiftskirche aus

Baden-Baden (up) – Nach neunmonatigen Sanierungsarbeiten waren am Sonntagnachmittag erstmals wieder die Glocken der Stiftskirche in der Stadt zu hören.

Johannes Wittekind an der größten Glocke des Geläutes, der vier Tonnen schweren Christ-König-Glocke.  Foto: Ulrich Philipp

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Johannes Wittekind an der größten Glocke des Geläutes, der vier Tonnen schweren Christ-König-Glocke. Foto: Ulrich Philipp

Von Ulrich Philipp

Johannes Wittekind, Glockeninspektor der Erzdiözese Freiburg, hatte zum ersten Advent ein einstündiges Glockenkonzert zusammengestellt und zahlreiche Interessierte waren auf den Marktplatz vor dem Gotteshaus und auf den Florentinerberg gekommen, um zuzuhören. Der Glockenklang soll jeweils die liturgische Absicht im Jahreslauf unterstreichen“, erklärte Wittekind im Gespräch mit dem Badischen Tagblatt, dementsprechend klingen die Tonabfolgen an Ostern beispielsweise sehr feierlich, während zur Weihnachtszeit ein eher wärmerer Klang zu hören ist. Zum Auftakt des Konzertes stellte der Glockeninspektor jede einzelne der neun Glocken mit ihrem eigenen Klang vor, die größte ist die vier Tonnen schwere Christ-Königs-Glocke, die tiefe und kräftige Basstöne hervorbringt. „Verschiedene Stimmungen entstehen auch dadurch, dass die Klöppel der größeren Glocken langsamer anschlagen und darin von den kleineren manchmal überholt werden“, führte Wittekind aus. Zu hören waren am Sonntagnachmittag unter anderem das „Ulmer Adventsgeläute“, das „Salve Regina“ und das „erweiterte Te Deum und Gloria“. „Der Glockenturm fungiert wie ein Resonanzkörper wie bei einem Klavier“ so Wittekind weiter, der Architekt und Kirchenmusiker ist.

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Erstellt:
1. Dezember 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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