Gesichtsschilde fürs Klinikum

Baden-Baden/Rastatt (red) – Die Hilfsinitiative „Mask-Up“ unterstützt das Klinikum Mittelbaden im Kampf gegen das Coronavirus.

Samuel Oesterle und Thorsten Herbrich überreichen Heike Ullrich-Bunge die Gesichtsschilde. Foto: Klinikum

© pr

Samuel Oesterle und Thorsten Herbrich überreichen Heike Ullrich-Bunge die Gesichtsschilde. Foto: Klinikum

Am Donnerstag vor dem Osterwochenende überreichte die Initiative, vertreten durch Samuel Oesterle und Thorsten Herbrich, circa 100 Gesichtsschilde an die Klinik in Balg. Heike Ullrich-Bunge (kaufmännische Leiterin) freute sich sehr über diese Spende der sogenannten Faceshields in dieser kritischen Zeit, heißt es in einer Mitteilung.

„Es ist toll, was Sie auf die Beine gestellt haben, wie läuft die Produktion?“ Mit diesen Worten begrüßte Ullrich-Bunge laut einer Mitteilung die beiden Männer. „Sie läuft und läuft“, antwortete der 21-jährige Samuel Oesterle, der die Initiative ins Leben gerufen hat. Das erklärte Ziel von „Mask-Up“ ist es, mit der Herstellung von Gesichtsschilden aus dem 3-D-Drucker, dem Personal im Gesundheitswesen gegen Covid-19 zu helfen.

Das „Mask-Up“-Team entwickelte nach Open Source zur Verfügung gestellten CAD-Zeichnungen selbstständig eine eigene Maske, da die Open Source Dateien nicht den Ansprüchen der Gruppe genügt hätten. „Bisher gab es nämlich keine Maske auf dem Markt, die einen Steck-/Klippmechanismus aufweist und für Overheadfolien anwendbar war. Darum wurde das ,Mask-Up‘- Faceshield entwickelt. Als Gesichtsschutz wurden kurzerhand Folien für Overheadprojektoren verwendet und Gummibänder zur Fixierung genutzt. Wir konnten bisher bereits 1.000 Faceshields herstellen. Aber wir entwickeln immer noch weiter und versuchen Verbesserungen vorzunehmen“, berichtete Oesterle.

Vielzahl von Druckern im Eisatz

Inzwischen sind eine Vielzahl von 3-D-Druckern an verschiedenen Standorten im Einsatz: „Die Drucker rattern unermüdlich. Wir können täglich immer mehr herstellen“, hebt der 21-Jährige hervor. Produziert werden die Gesichtsschilde in der Josef-Durler-Schule Rastatt (die ehemalige Schule der Team-Mitglieder) und von Privatpersonen, die mit der Produktion der Halterungen aus deren eigenen 3-D-Druckern unterstützen. „Dazu kommen viele fleißige Helfer und Unterstützer, die uns Materialspenden wie Gummibänder oder Overheadfolien zukommen lassen“, erläuterte Oesterle.

Das ,Mask-Up‘-Team setzt sich mittlerweile aus fünf Personen zusammen. Neben Samuel Oesterle und Thorsten Herbrich engagieren sich auch Michael Kobenia, Magdalena Gießner und Juliane Ludwig.

Da die Gruppe die Faceshields in ihrer Freizeit produziert und sie kostenfrei zur Verfügung stellt, freuen sich die Teammitglieder über Spenden, die sie über den Förderverein der Josef-Durler-Schule entgegennehmen können. „Damit können wir weiteres Material beschaffen und die Herstellung der Gesichtsschilde fortsetzen. Die Nachfrage ist sehr hoch, und wir geben alles, um unsere Initiative am Laufen zu halten. Gemeinsam im Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen, ist uns eine Herzensangelegenheit“, bekräftigt Oesterle.

Zum Artikel

Erstellt:
15. April 2020, 17:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.