Forderungen: Neun Millionen Euro

Baden-Baden - Der Europ ist zu teuer für Investoren aus der Region. Die Käufersuche durch das Büro Wellensiek geht weiter. Baubürgermeister Alexander Uhlig ist weiterhin optimistisch.

Weiter warten auf den Käufer: Die Baustelle des Europäischen Hofs bleibt eingerüstet und ohne Arbeiter.  Foto: Walter

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Weiter warten auf den Käufer: Die Baustelle des Europäischen Hofs bleibt eingerüstet und ohne Arbeiter. Foto: Walter

Von Harald Holzmann

Die Suche nach einem Käufer, der die Bauruine des Europäischen Hofs übernimmt und die Baustelle weiterführt, setzt sich fort. Bei der Gläubigerversammlung am vergangenen Freitag gab es keine Entscheidung für einen Investor – auch nicht für das Trio aus der Region um den Baden-Badener Rechtsanwalt René Lohs, das kürzlich Interesse an der Übernahme angemeldet hatte (wir berichteten).
Die Forderungen von Firmen aus der Region an die insolvente Firma, die das Bauprojekt bislang leitet, belaufen sich mittlerweile auf mehr als neun Millionen Euro. Das ist jedenfalls die Summe aller knapp 80 Forderungen, die von den Gläubigern am Freitag angemeldet wurden. Diese werden nun auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft. Selbst, wenn nicht alle Forderungen berechtigt sind, ist zu erwarten, dass der Schlussbetrag deutlich über der Schätzung von Lohs liegt, der in der vergangenen Woche einen Betrag zwischen fünf und sechs Millionen Euro aufbringen wollte, um die Rechnungen aller Gläubiger zu begleichen. „Als wir erfahren haben, wie hoch die Forderungen sind, haben wir beschlossen, kein Gebot abzugeben“, so Lohs gestern.

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Erstellt:
27. April 2020, 22:30 Uhr
Lesedauer:
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