Erzeugnisse aus der Region im Angebot

Baden-Baden (cn) – In der Grabenstraße in Steinbach gibt es zwei Verkaufsautomaten, in denen Erzeugnisse aus der Region angeboten werden.

Ortschaftsrat Michael Velten (links) testet den neuen Lebensmittelautomaten in der Grabenstraße. Klaus Wäldele, Ortsvorsteher Ulrich Hildner, Jennifer Lehoux-Wäldele und Antje Wurz überzeugen sich von der Funktionstüchtigkeit. Foto: Nickweiler

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Ortschaftsrat Michael Velten (links) testet den neuen Lebensmittelautomaten in der Grabenstraße. Klaus Wäldele, Ortsvorsteher Ulrich Hildner, Jennifer Lehoux-Wäldele und Antje Wurz überzeugen sich von der Funktionstüchtigkeit. Foto: Nickweiler

Von Christina Nickweiler

Milch, Honig, Käse, Wurst, Fleisch, Salat, Eier und vieles mehr – Verbraucher, die durch den Genuss heimischer Lebensmittel künftig nachhaltig leben wollen, können dies seit wenigen Tagen in Steinbach tun. In der Grabenstraße gibt es zwei Verkaufsautomaten, bei denen Erzeugnisse aus der Region angeboten werden. Am Donnerstag stellte Ortsvorsteher Ulrich Hildner im Beisein von Ortschaftsräten das durch Leader geförderte Projekt der Öffentlichkeit vor.

Investition trägt zur Nahversorgung bei

Hildner zeigte sich erfreut über die Entscheidung von Familie Wäldele, in die Automaten zu investierten. „Der Standort am ehemaligen Winzerkellergebäude ist optimal. Die Investition trägt zur Nahversorgung bei“, sagte der Ortsvorsteher. Das Ehepaar wird und von nun an die Kühlautomaten mit den frischen Lebensmitteln bestücken. Jennifer Lehoux-Wäldele und Klaus Wäldele sind Landwirte im Nebenerwerb und halten ihre rund 40 Rinder nach dem Prinzip der Mutterkuhhaltung auf den Wiesen in der Steinbacher Ebene. Das Fleisch der Tiere gilt als hochwertig, da die Rinder das ganze Jahr an der frischen Luft sind. Ihr Futter besteht aus heimischem Gras, Heu, Silage und Mineralfutter.

„Es gibt sehr wenige landwirtschaftliche Erwerbsbetriebe in unserer Region. Diese können nur überleben, wenn man ihre Arbeit auch wertschätzt.

Erhalt der Kulturlandschaft

Die Landschaftspflege und der Erhalt unserer traditionellen Kulturlandschaft liegen uns sehr am Herzen. Die Kulturlandschaft kann aber langfristig nur erhalten werden, wenn sich ihre Pflege für die Betriebe auch finanziell lohnt. Dies ist am ehesten gewährleistet, wenn wir Bürger auch die Produkte kaufen“, begründete Antje Wurz von der Leader-Geschäftsstelle die Förderung. Jeder Automat wurde laut Wurz mit rund 12600 Euro bezuschusst. Das entspricht 80Prozent der Nettokosten des Projekts.

Der Inhaber des Getränkemarkts und Eigentümer des alten Winzergenossenschaftsgebäude sei von der Idee, auf dem Areal die Automaten aufzustellen, sehr angetan gewesen und habe diese Maßnahme von Beginn an unterstützt, erzählte Jennifer Lehoux-Wäldele. Dass die Wäldeles mit diesem Angebot in Schwarze getroffen haben, zeigt, dass sie einer der beiden Lebensmittelautomaten derzeit täglich bestücken müssen. Der andere Automat verfügt über eine Gefrierfunktion. Hier soll nach den Vorstellungen der Wäldeles bald portioniertes Fleisch sowie fertig zubereitetes Gulasch, Nudelpfannen, Hackfleisch und Geschnetzeltes in gefrorenem Zustand angeboten werden. Besonders pfiffig, auf beiden Automaten wurde ein Landschaftsbild mit hohem Wiedererkennungswert verwendet: die weidenden Kühe von Wäldeles im Vordergrund sowie die Reben, der Wald und die Yburg im Hintergrund.

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Erstellt:
7. Februar 2020, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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