Doppelte Aufgaben zum Jahresbeginn

Baden-Baden (naf) – „Von Anfang an unser Wunschkandidat“ sei Sebastian Gerstner gewesen, erzählt sein Vorgänger Walter Fäßler. Am Mittwoch ist der neue technische Leiter in Fäßlers Fußstapfen getreten.

Technisch gut aufgestellt: Sebastian Gerstner (links) hat die leitende Funktion von Walter Fäßler übernommen. Foto: Fissl

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Technisch gut aufgestellt: Sebastian Gerstner (links) hat die leitende Funktion von Walter Fäßler übernommen. Foto: Fissl

Von Nadine Fissl

„Von Anfang an unser Wunschkandidat“ sei Sebastian Gerstner gewesen, erzählt sein Vorgänger Walter Fäßler sichtlich zufrieden. Am Mittwoch ist der neue technische Leiter in Fäßlers Fußstapfen getreten, der nach 44 Jahren im Theater Baden-Baden seinen Ruhestand antreten konnte.


„Ich sage immer noch 'uns'“, fällt dem ehemaligen technischen Leiter lachend auf, wenn er über das Theater redet. Dass die „Macht der Gewohnheit“ nicht so schnell abzulegen sei, scheint Fäßler klar. Immerhin hat er bereits 1975 als Beleuchter im Haus angefangen und arbeitete seit 2008 in der leitenden Position. In dieser hatte er die Verantwortung über alles, was hinter der Bühne vor sich geht. Von den 70 Beschäftigten am Theater sind 35 im Hintergrund unter anderem als Elektriker, Schreiner, Schlosser und Requisiteure tätig. Von nun an wird Gerstner die Aufgabe haben, sie zu koordinieren und zu sehen, welche künstlerischen Vorstellungen in der Realität umsetzbar sind. Dass diese Arbeit immer „unheimlich spannend“ für Fäßler war, habe daran gelegen, dass man immer gefordert sei, realistische Ideen zur Umsetzung eines Stückes zu bringen, ohne ganze Konzepte zu verwerfen.

Dass auch Sebastian Gerstner seine Begeisterung teilt, wird deutlich, als er „jedes neue Stück irgendwo als ein Highlight“ bezeichnet. Der gebürtige Baden-Badener, der sein Abitur am Markgraf-Ludwig-Gymnasium machte, hatte bereits seit seiner Kindheit einen Bezug zum Theater und diesen, durch die Liebe zur Region, nie verloren. Nach seiner Ausbildung als Veranstaltungstechniker an der hiesigen Event-Akademie arbeitete er dort zunächst als Techniker, anschließend als Bühnenmeister. 2012 wechselte er schließlich zum Theater, wo er ebenfalls für die Bühnentechnik verantwortlich war – und das auch immer noch ist, denn seine ehemalige Stelle ist bislang unbesetzt. Der Fachkräftemangel mache sich bemerkbar, so 38-Jährige, außerdem sei die freiberufliche Tätigkeit ebenfalls oftmals attraktiver.

Vor allem, weil er jetzt erst einmal zwei Aufgabenfelder erfüllen muss, weiß er, dass die Einarbeitung in seine neue Stelle „nicht von heute auf morgen“ erfolgen kann. An Zuversicht fehlt es ihm nicht. Auch nicht bei Pressesprecherin Johanna Tydecks, die sehr froh darüber ist, dass die Stelle innerhalb des Teams vergeben werden konnte.

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Erstellt:
3. Januar 2020, 00:00 Uhr
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