Schulen und Kindergarten betroffen

Baden-Baden (nof/red) – Nachdem eine Kindergartengruppe in der Oberen Breite und eine Schulklasse in Lichtental bereits geschlossen wurden, ist nun auch die Vincenti-Grundschule betroffen.

Auch eine Klasse an der Vincenti-Schule geschlossen. Foto: Bernd Wüstneck

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Auch eine Klasse an der Vincenti-Schule geschlossen. Foto: Bernd Wüstneck

Von Nico Fricke

Nach einer Mitteilung des Schulamtes Rastatt ist in der Grundschulförderklasse an der Vincenti-Grundschule der Bruder eines Schülers positiv getestet. Beim Schüler selbst steht das Testergebnis noch aus. Die Klasse ist vorerst geschlossen und kommt nicht zur Schule, heißt es vonseiten der Stadtpressestelle.

Im Kindergarten Pezzettino ist am Dienstag eine Gruppe geschlossen worden. „Der Vater eines Kindes ist mit dem Coronavirus infiziert“, informierte der städtische Pressesprecher Roland Seiter am Nachmittag. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt wurde die Schließung der Gruppe beschlossen. „Alle Kinder sind bis auf Weiteres zuhause.“ Das weitere Vorgehen war noch unklar.

Und auch eine zweite Klasse der Lichtentaler Grundschule war am Dienstag vom Unterricht befreit worden. „Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme“, betont Seiter. Ein Kind sei in den Ferien in Südtirol gewesen und habe danach die Schule besucht.. Die Schulleitung habe mit dem Schulamt Rücksprache gehalten und beschlossen, die Klasse seit Montag vorsorglich zu Hause zu lassen, bis Klarheit herrscht. Das Kind zeige aber keinerlei Symptome, wie Seiter sagt. Es sei auf das Coronavirus getestet worden. Entgegen einer städtischen Pressemitteilung vom Mittwochvormittag steht das Testergebnis jedoch noch aus, wie es am Mittwochnachmittag vonseiten der Pressestelle hieß. Die Testergebnisse der Familienmitglieder der Schülerin seien jedoch negativ. Die Klasse bleibt deshalb auch am Donnerstag nochmals zu Hause.

An mehreren Schulen in Baden-Baden, so der Realschule und der Theodor-Heuss-Schule, wird in den nächsten Tagen Unterricht ausfallen, weil einige Lehrkräfte im Elsass wohnen und nicht zum Unterricht kommen dürfen. Das Robert-Koch-Institut hatte am Mittwochmittag die gesamte Region Grand Est in Frankreich als Risikogebiet ein. Dazu gehört neben dem Elsass auch Lothringen und Champagne-Ardenne. Bereits zuvor hatte das Landessozialministerium empfohlen, das französische Département Haut-Rhin im südlichen Elsass wie ein Risikogebiet zu behandeln.

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Erstellt:
10. März 2020, 13:49 Uhr
Aktualisiert:
11. März 2020, 16:02 Uhr
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