Corona-Pressekonferenz der Stadtverwaltung

Baden-Baden (red) – Von den Vorbereitungen auf die erste Teilöffnung der Schulen bis zu den Erfahrungen mit der Maskenpflicht reichte die große Bandbreite der Themen bei der gestrigen wöchentlichen Pressekonferenz der Stadtverwaltung zur Pandemie-Situation.

Maskenpflicht wird in Kurstadt gut beachtet. Symbolfoto: Michael/dpa

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Maskenpflicht wird in Kurstadt gut beachtet. Symbolfoto: Michael/dpa

Allgemeine Lage: Die schon in der vergangenen Woche festzustellende Stabilisierung im Stadtkreis Baden-Baden hat sich fortgesetzt. Die Zahl der Genesenen, die allerdings mögliche Folgeschäden nicht berücksichtigt, nimmt weiter leicht zu, während bei den aktuellen Corona-Erkrankten ein Rückgang auf 30 Fälle (gestern Vormittag) zu verzeichnen ist. 18 Menschen sind bisher an der Krankheit gestorben, stationär werden in der Kurstadt zurzeit zwölf Covid-19-Patienten behandelt.

Pflegeheime: Die Situation hat sich zuletzt wenig geändert. In dem besonders betroffenen Heim, in dem 57 Menschen untergebracht sind und bislang fünf Corona-Todesfälle verzeichnet sind, kam es nicht zu einer weiteren Verschlechterung der Zahlen. Weiter ist ansonsten nur ein weiteres Pflegeheim betroffen, in dem beim Personal eine Infektion festgestellt wurde.

Maskenpflicht: Hier berichtet die Stadtverwaltung über gute Erfahrungen. In den Bussen, so Bürgermeister Alexander Uhlig, hielten sich die Fahrgäste verantwortungsvoll an diese neue Vorschrift. Auch im Behördenzentrum Briegelacker, wo es inzwischen wieder häufig zu direkten Kontakten von Bürgern und Personal kommt (Bürgerbüro, Ausländerbehörde, Kfz-Zulassungsstelle), gibt es nach Aussage von Behördenchef Maximilian Lipp keine Probleme: „Alle kommen mit Maske und haben Verständnis.“

Erste Öffnung der Schulen: Gut vorbereitet sieht Bürgermeister Roland Kaiser die Baden-Badener Schulen, wenn in der nächsten Woche die Schüler der Abschlussklassen dieses und des nächsten Jahres wieder in die Klassenzimmer zurückkehren. Insgesamt handelt es sich dabei um knapp 1900 Schüler, wobei man aber davon ausgeht, dass hier manche Eltern die Möglichkeit nutzen, ihre Kinder aus Besorgnis vom Unterricht abzumelden. In den Schulen, so Kaiser, könne gewährt werden, dass sich maximal nur 14 Schüler in einem Unterrichtsraum aufhalten. Diese bekommen ihre Plätze zugewiesen, um den nötigen Abstand zu wahren. Desinfektionsmittelspender werden bereitgehalten, dafür müssen die alten Trinkwasserspender abgeschaltet werden. Kaiser ist auch überzeugt, dass der Schülertransport in den Bussen ohne Schwierigkeiten klappt.

Biomüll: Die Abfuhr des Biomülls bleibt zunächst weiter im Wintermodus: also nur alle 14 Tage. Wenn dies nicht reicht, ist es möglich, an den Abfuhrterminen weiteren Biomüll in stabilen Plastiksäcken neben die Tonne zu stellen. Klagen aus der Bevölkerung, nicht mehr über genügend Biotüten zu verfügen, mochte Bürgermeister Alexander Uhlig nicht so recht verstehen. Notfalls könne man diesen Müll in Zeitungspapier einpacken.

Notfallbetreuung: Hier ist durch die Ausweitung der Betreuung in dieser Woche ein deutlicher Anstieg zu verbuchen – am Dienstag zum Beispiel kümmerte man sich um 48 Schüler und 108 kleine Kita-Besucher.

Einzelhandel: Hier seien die Abstandsvorschriften vorbildlich geregelt worden, meinte OB Margret Mergen. Mit Bedauern müsse man aber bemerken, dass die Geschäfte doch recht leer blieben. Sie drückte ihre Hoffnung aus, dass die Menschen wieder Vertrauen bekommen, in den Läden einzukaufen.

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Erstellt:
30. April 2020, 12:31 Uhr
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