Christkindelsmarkt „an der Grenze“

Baden-Baden (hol) – Der Baden-Badener Christkindelsmarkt hat am zweiten Weihnachtsfeiertag laut Tourismus-Chefin Nora Waggershauser „mehr als 30000 Besucher angezogen“. Generell sei der Markt, was die Kapazität angeht, „an der Grenze“.

Tausende Lichter – und hunderttausende Besucher: Christkindelsmarkt als Anziehungspunkt. Foto: Zeindler-Efler

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Tausende Lichter – und hunderttausende Besucher: Christkindelsmarkt als Anziehungspunkt. Foto: Zeindler-Efler

Von Harald Holzmann

Wird der Christkindelsmarkt auch künftig bis 6. Januar dauern? Das soll der Gemeinderat bald entscheiden – möglichst im Januar, so Nora Waggershauser, Chefin der Baden-Baden Kur- und Tourismus GmbH (BBT). Vor dem Abschluss-Wochenende zieht sie ein positives Fazit des zu Ende gehenden Marktes – und kritisiert den städtischen Gemeindevollzugdienst (GVD).

„Wir müssen uns um den Verkehr kümmern. An den Tagen zwischen den Jahren war es ganz arg schlimm“, sagt Waggershauser auf die Verkehrssituation angesprochen. Man habe den Eindruck gehabt, die Straßen in der Innenstadt seien „sich selbst überlassen gewesen“. Die Stadtverwaltung sei da „zu passiv“. Überhaupt kein Verständnis hat die BBT-Chefin für das Chaos am Wochenende vor Weihnachten (wir berichteten), als die Wiese an der Kaiserallee als Parkplatz missbraucht wurde und nur ein einziger GVD-Mitarbeiter in der Stadt unterwegs war, weil der Rest der Mannschaft frei hatte oder krank war. „In meinem Team hat während des Weihnachtsmarktes keiner frei“, betont sie.

Gemeinderatsvotum: Bleibt Verlängerung?

Ansonsten sei sie mit dem Christkindelsmarkt „sehr zufrieden“ gewesen, nicht zuletzt deshalb, weil das Wetter deutlich besser gewesen sei als im Vorjahr. Das Feedback von Besuchern und Beschickern sei gut. Zwischen den Jahren hätten die Leute viel Zeit zum Bummeln gehabt. Der stärkste Tag war nach ihren Worten der zweite Feiertag. „Da waren es mehr als 30000 Besucher“, sagt sie.

Mit der Verlängerung bis in den Januar habe der kurstädtische Markt ein Alleinstellungsmerkmal. Nun müsse man Bilanz ziehen. „Was bringt die Verlängerung – auch für die Hotels und für den Handel in der Stadt?“, so die BBT-Chefin. Stadtverwaltung und Gemeinderat müssten entscheiden, wie es weitergehen soll – möglichst noch im Januar, weil dann schon die ersten neuen Verträge für den nächsten Markt geschlossen würden.

Klar ist für Waggershauser: „Wir sind an der Grenze.“ An manchen Tagen sei es „zu voll“ gewesen. Das nützt dann niemandem etwas, auch den Händlern nicht. „Da gehen dann die Umsätze zurück, weil die Leute nicht gerne Schlange stehen und sich dann einfach nur an den Ständen vorbeischieben“, sagt sie. Die derzeitige Größe des Marktes sei ideal. Daran werde man erst einmal nichts ändern. Und auch die mögliche Ausdehnung des Marktes in die Innenstadt steht nicht auf der Tagesordnung. Vor dem Neubau der Fieserbrücke werde alles so bleiben, wie es ist. Auch eine weitere zeitliche Ausdehnung steht laut Waggershauser keinesfalls zur Debatte.

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Erstellt:
4. Januar 2020, 00:00 Uhr
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